Morbus hämorrhagicus neonatorum

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Term Definition
Morbus hämorrhagicus neonatorum

Bei der Frühform kommt es zwischen dem 2. und 5. Lebenstag bei ansonsten gesunden Neugeborenen zu Blutungen. Diese betreffen vor allem den Magen-Darm-Trakt oder das zentrale Nervensystem. Bei mütterlichen Risikofaktoren (Medikamente wie Cumarin, Diphenylhydantoin, Primidon, Phenobarbital, Antibiotika oder Laxanzien) kann es jedoch schon am ersten Lebenstag zu Blutungssymptomen kommen

Die Spätform der Vitamin-K-Mangel-Blutungen tritt zumeist nach der 2. - 6. Lebenswoche auf. Zumeist handelt es sich um vollgestillte, männliche Säuglinge.
Wegen des geringen Vitamin-K-Gehalts der Muttermilch kann sich bei gestillten Kindern der physiologische Vitamin-K-Mangel noch verstärken und somit Blutungen auslösen.

Diagnose: PTT, PTZ und Blutungszeit sind verlängert, die Faktoren II, VII, IX und X sind erniedrigt.

Therapie: Als Prophylaxe wird schulmedizinisch Vitamin K s.c. oder p.o. am 1., 5. und 28. Lebenstag nach der Geburt verabreicht.

 Risikofaktoren:Früh- und Mangelgeburt, Geburtskomplikationen, Fütterungsbeginn nach 12 Stunden, längerdauernde parenterale Ernährung, Malabsorption, Cholestase, Enteritis.

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