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Glossar

Begriff Definition
Coma diabeticum

Ein durch Insulinmangel verursachtes Coma.

Ursachen:

  • fehlende oder unzureichende Insulinzufuhr bei Diabetes
  • erhöhter Insulinbedarf
     

Bei Diabetes Typ I kommt es zum sogenannten ketoazidotischen Koma, beim Typ II zum Hyperosmolaren Koma.

Pathogenese des diabetischen Komas:

1.Insulinmangel>Hyperglycämie>Hyperosmolarität>Intrazellulare Dehydration> Bewusstseinsstörung
2.Insulinmangel>Hyperglycämie>Hyperosmolarität>Elektolythverlust>extrazelluläre Dehydration>
Hypovolämie>Schock>Nierenversagen
3.Insulinmangel>Lipolyse>Ketose(Erbrechen und Azetongeruch)>metabolischeAzidose>kussmaulscheAtmung>extrazelluläreDehydration>Hypovolämie>Schock>Nierenversagen

Symptome im Präkoma:

  • Somnolenz>Sopor>Koma
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Durst, Polydipsie
  • Polyurie
  • Schwäche
  • Tachypnoe
  • Exsikkose
  • Pseudoperitonitis(beim ketoazidotischen Koma)
  • Azidotische Atmung(beim ketoazidotischen Koma)
     

Häufig ist ein diabetisches Koma von hypoglykämischen Schock schwierig zu unterscheiden:

 

  Coma diabeticum Hypoglycämischer Schock
Entwicklung       Langsam über Tage schnell in wenigen Minuten
Muskulatur Hypoton, keine Krämpfe Hyperton, Tremor, Krampfneigung
Durst stark nein
Haut trocken feucht, schwitzig
Atmung tiefe Atmung und Azetongeruch normal
Augenbulbi weich normal
Sonstige Fieber, Bauchschmerz neurologische Symptome im Vorstadium
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Conn-Syndrom

Das Conn-Syndrom ist ein Hyperaldostonerismus, d.h. es wird zu viel Aldosteron in der Nebennierenrinde produziert. Aldosteron bewirkt in der Niere eine Natrium-Rückresorption und nachfolgend eine Wasserretention im Körper.

Ursache ist in 80% der Fälle ein Adenom der Nebennierenrinde, das vermehrt Aldosteron produziert. 20% der Fälle sind durch eine Hyperplasie der Zellen in der Zona glomerulosa bedingt.

Symptome:

  • Bluthochdruck
  • Muskelschwäche
  • Obstipation
  • Polyurie
  • Polydipsie
  • verstärkte Kaliumexkretion
  • Metabolische Alkalose
  • Hypernatriämie
  • Hypokaliämie
  • Aldosteron erhöht
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Cor pulmonale

 Das Cor pulmonale ist eine Erkrankung des rechten Herzens(Ventrikels) durch eine krankhafte Veränderung und damit Zirkulationsstörung in der Lunge. Dadurch erhöht sich der Widerstand in der Lunge und der rechte Ventrikel muss mehr Arbeit leisten, um das Pumpvolumen aufrecht zu erhalten.

Da der rechte Ventrikel viel schwächer als der linke Ventrikel ist und sich auch nicht in dem Masse vergrössern kann, kann sich die Stauung später zunehmend auch weiter ausbreiten und zum Beispiel eine Leberstauung verursachen.

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COX-2
COX-2 ist die Abkürzung für ein Enzym im Körper mit dem Namen Cyclooxygenase 2. Die 2 hinter dem Wort läßt vermuten, daß es auch ein COX-1 Enzym gibt. Und das ist auch richtig. Daß es auch ein COX-2 Enzym gibt , entdeckte man erst 1991.

COX-1 und COX-2 haben jedoch zwei völlig unterschiedliche Aufgaben. Während das COX-1 Enzym für das Gleichgewicht, auch Homöostase genannt, im Magen und in den Nieren verantwortlich ist, spielt das COX-2 Enzym bei Entzündungsvorgängen eine wesentliche Rolle.

Antientzündliche Medikamente, wie z.B. Aspirin , sind in der Lage, diese Enzyme im Körper zu hemmen und damit ihre Wirkung abzuschwächen. Das Problem hierbei ist jedoch, daß neben dem COX-2 Enzym, welches ja gehemmt werden soll, auch das COX-1 Enzym blockiert wird. Und dies hat weitreichende Folgen. Das COX-1 Enzym, welches für ein normales Funktionieren der Nieren und für den Schutz des Magens notwendig ist, kann seine Aufgabe nicht mehr optimal erfüllen und bei längerem Gebrauch dieser Medikamente, riskiert man schwere Nebenwirkungen .

Mittlerweile gibt es auch synthetisch hergestellte COX-2 Hemmer. Doch diese COX-2 Hemmer sind so neu, daß deren Langzeitgebrauch noch nicht ausreichend untersucht wurde. Mittlerweile wurde ein Cox-2 Hemmer, das Medikament Vioxx wegen starker Nebenwirkungen vom Markt genommen.
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CpG 1018

CpG 1018 ist ein neuartiges Immunisierungsadjuvans, das speziell für die schnelle Produktion von hohen Antikörpertitern in Mäusen entwickelt wurde. Das Adjuvans enthält immunstimulierende CpG-DNA-d.h. kurze Oligodesoxynukleotide, die unmethylierte Cytosin-Guanin-Dinukleotide enthalten(d.h. kurze Genabschnitte). Es ist bei weitem das effizienteste Maus-Adjuvans für alle getesteten Arten von Immunogenen, was seine Schnelligkeit bei der Auslösung von Immunreaktionen und die von ihm produzierten Antikörperschichten betrifft.

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Cranberry

Was in den USA und in skandinavischen Ländern als das Heilmittel bei Blasenentzündungen gilt, ist bei uns noch nahezu unbekannt. Die Moosbeere (engl.: Cranberry) gehört, wie unsere heimische Preiselbeere auch, zur Familie der Heidelbeeren und kommt ursprünglich aus den USA. Dort verwendet man die rote Frucht, die mindestens doppelt so gross ist wie die Preiselbeere in vielerlei Rezepten, so z.B. als Cranberry.Sirup oder Cranberry-Kuchen. Aber besonders in medizinischer Hinsicht macht die Cranberry von sich reden.

Die Inhaltsstoffe (verschiedene Flavone, Proanthozyanidine,etc) verhindern, daß sich Bakterien, wie z.B. Escherichia coli , an die Blasenwand anheften und so eine Entzündung hervorrufen. Spürt man die ersten Anzeichen einer Blasenentzündung (also Brennen beim Wasserlassen, häufiger Urindrang) kann die Moosbeere hier in den meisten Fällen Abhilfe schaffen und die Beschwerden klingen von alleine wieder ab. Auch vorbeugend kann man die Cranberry einsetzen.

In einer kürzlich durchgeführten Studie bekamen Frauen, die täglich Cranberry-Saft zu sich nahmen 60 % weniger Blasenentzündungen als die Frauen, die keine Saft einnahmen. Noch viel interessanter dürfte jedoch die Tatsache sein, daß sich in der Gruppe der Frauen, die Cranberry einnahmen , Blasenentzündungen ganz von alleine zurückbildeten und kein Antibiotikum benötigten.

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Cri encephalique

Schrilles Schreien, äusserst durchdringendes oft stundenlang anhaltendes Schreien.

Tritt vor allem bei Säuglingen auf und kann Hinweis auf eine Meningitis, Enzephalitis oder andere Hirnaffektion sein.

 

siehe auch: Schrilles Schreien Video

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Synonyme - Schrilles Schreien
CRM197

CRM197 ist ein nichttoxisches Diphtherie-Toxin-Analogon

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CT

Die Computertomographie, Abkürzung CT, ist die rechnerbasierte Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes, um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen. Es handelt sich dabei um ein schnittbildgebendes Verfahren.

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Cushing-Syndrom (Morbus Cushing)

Beim Morbus Cushing handelt es sich um eine Erhähung des Kortisolwertes, der sowohl exogen als auch endogen verursacht werden kann. Exogene Ursachen sind Langzeitbehandlungen mit Glucokorticoiden oder ACTH . Endogen kann der M. Cushing durch Ademome im Hypophysenvorderlappen, die ACTH produzieren und damit die Nebennierenrinde zur Kortisolauschüttung anregen, verursacht werden. Aber auch Bonchialtumore können ACTH ausschütten und so die NNR anregen oder es gibt Tumore, die direkt Kortisol sezernieren.

70% der Fälle sind endogen begründet, wobei vor allem Frauen betroffen sind.

Symptome:

  • Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Stiernacken, abgemagerte Extremitäten
  • Osteoporose mit Knochenschmerzen
  • Muskelschwund mit Müdigkeit und Adynamie
  • Neiguung zu einer diabetischen Stoffwechsellage
  • Bluthochdruck
  • Akne, Furunkel, Ulzera
  • schlechte Wundheilung
  • rote Streifen am Abdomen (Striae rubrae)
  • Menstruationsstörungen, Vermännlichung bei Frauen
  • Kinder: Wachstumsstillstand
     
Therapie: Die Behandlung des endogenen Cushingsyndrom erfolgt meist durch Operation der Adenome des Hypophysenvorderlappens. Bei Tumoren der Nebennierenrinde erfolgt ebenfalls OP.
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Cystein
Cystein ist eine Aminosäure, die wichtig bei der Wundheilung ist. Es verbessert die Abwehrkraft und entgiftet den Körper. Mangelerscheinung zeigen sich oft in einer verzögerten Wundheilung und können durch eine Kupfervergiftung auftreten.
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Cytomegalie

Die Cytomegalie ist eine Virusinfektion, die sehr häufig anzutreffen ist. In Deutschland sind mehr als 50% der Bevölkerung antikörperpositiv, d.h. sie haben irgendwann einmal eine Infektion durchgemacht.

Problematisch ist vor allem eine Infektion während der Schwangerschaft. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung liegt jedoch bei 1: 2000(wenn die Mutter noch keinen Kontakt mit dem Cytomegalievirus hatte)

Auch bei Immunschwäche, bei Malignen Erkrankungen oder immunsuppressiver Therapie kann es zu einer Infektion kommen.

Symptome:

  • Neugeborene: Frühgeburten, Schwellung von Leber mit Hepatitis, Milzschwellung, hämolytische Anämien, Schwerhörigkeit, Wachstumsverzögerung geistige Behinderung
  • Erwachsene: meist symptomlos, manchmal mit Lymphknotenschwellung
    bei abwehrgeschwächten Personen kommt es jedoch zu Fieber, starken Lymphknotenschwellung, Milzschwellung, Retinitis und einer Lungenentzündung; zusätzlich Ulzerationen im Magen und Speiseröhre
     
Therapie: bei nicht immungeschwächten Personen ist keine Therapie notwendig, die Cythomegalie heilt von alleine wieder aus. Zur Beschleunigung des Heilungsverlaufes sollte eine klassisch homöopathische Behandlung durchgeführt werden
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Darmparasiten

Darmparasiten sind zwar in Mitteleuropa nicht sehr häufig, werden aber durch die zunehmende Reisefreudigkeit zunehmend nach Mitteleuropa eingeschleppt. Man kennt heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Parasiten und Würmer.

Die Infektion erfolgt meist über infizierte Lebensmittel, Wasser oder Schmierinfektion.

   

Erkrankung/Erreger Übertragung Symptome
Ascariasis/Spulwürmer Nahrungsmittel, Selbstinfektion grippeähnliche Symptome, allergische Hautreaktionen, Ileus möglich
Trichuriasis Nahrungsmittel Abdominelle Beschwerden
Oxyuriasis Schmierinfektion Juckreiz im Anusbereich
Rinderbandwurm rohes Rindfleisch oft symptomlos
Fischbandwurm roher Fisch Vitamin B12 Mangelanämie
Schweinebandwurm rohes Schweinefleisch Zystenabsiedelung in Muskeln, Gehirn und Augen
Echinokokkose/
Hundebandwurm
direkt oder indirekt über Hunde Druck und Schmerz im rechten Oberbauch mit Ikterus bei Leberbefall; bei Lungenbefall Husten
Fischbandwurm direkt oder indirekt über Füchse, Waldbeeren, Pilze; auch Datzen Druck und Schmerz im rechten Oberbauch mit Ikterus bei Leberbefall; bei Lungenbefall Husten
Trichinellose rohes Schweine und Bärenfleisch Muskelschmerzen, Fiber, Ödeme um die Augen; Myocarditis und Meningoenzephalitis als Komplikationen
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Dehydration

 Man unterscheidet grundsätzlich 3 verschiedene Arten: Isotone, Hypertone und Hypotone Dehydration, je nachdem ob der Salz oder der Flüssigkeitsverlust überwiegt.

Isotone Dehydration

Hier kommt es zu einem Verlust von Natrium und Wasser im isotonischen Verhältnis.
Ursachen hierfür können sein:
- bei Nierenversagen
- Erbrechen, Durchfall
- Verbrennungen
- Pankreatitis, Peritonitis(hier kommt es zu Flüssigkeitsverlusten in den Bauchraum)

Symptome: Durst, Herzklopfen, Oligurie und Kollapsneigung

Hypotone Dehydration

Hier überwiegt der Salzverlust den Wasserverlust. Dabei kommt es zu einem Fehlen von Natrium im Extrazellulärraum.

Ursachen hierfür können wie bei der hypotonen D. sein:
- bei Nierenversagen
- Erbrechen, Durchfall
- Verbrennungen
- Pankreatitis, Peritonitis(hier kommt es zu Flüssigkeitsverlusten in den Bauchraum)

Symptome: ausgeprägte Kollapsneigung, Benommenheit, Delirium, Zerebrale Krämpfe

Hypertone Dehydration

Hier überwiegt der Verlust von Wasser.

Ursachen können sein:
- Mangelnde Wasserzufuhr
- Wasserverlust über Haut, Lungen, Nieren

Symptome: starker Durst, Haut und Schleimhäute trocken, Fieber, Benommenheit, Oligurie.
Im Gegensatz zu den anderen Formen bleibt bei der hypertonen Dehydration der Kreislauf relativ lange stabil

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Dextran

Bei Dextranen handelt es sich um schleimartige, hochmolekulare, neutrale Biopolysaccharide. Sie werden von bestimmten Bakterien mittels Enzymen außerhalb der eigentlichen Zellen aus Saccharose hergestellt.

Verwendung finden Sie vor allem als Blutplasmaersatzmittel. Sie entsprechen in Viskosität und kolloidosmotischer Druck in 6-prozentiger-Lösung dem des Blutserums.

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