There are 838 entries in this glossary.
Suche nach Begriffen

Glossar

Begriff Definition
Exophthalmus

Beim Exophthalmus handelt es sich um ein Hervortreten eines oder beider Augäpfel.

Ursachen: Meist handelt es sich um eine autoimmunologische Reaktion der Augenmuskeln bei Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow). Zudem können aber auch Tumore hinter dem Auge ein Hervortreten der Augen bewirken. Manchmal spielen auch Entzündungen und Gefässschäden eine Rolle.

Komplikationen: Durch starkes Hervortreten besteht die Gefahr eines nicht vollständigen Lidschlusses mit Austrocknung der Hornhaut.

Zugriffe - 3041
Exsikkose

Unter Exsikkose versteht man eine Austrockung des Körpers bedingt durch starken Flüssigkeitsverlust und/oder fehlender Aufnahme.

Ursachen können sein:

  • Durchfall bedingt durch Lebensmittelvergiftungen / Bakterien /Laxantienabusus
  • starkes Schwitzen
  • Nierenerkrankungen
  • ADH-Mangel
  • zu geringe Aufnahme
Zugriffe - 3490
Extrakt

Beim Extrakt handelt es sich um einen Pflanzenauszug, bei dem verschiedene Inhaltsstoffe aus der Pflanze extrahiert werden. Lösungsmittel können hier Wasser, Alkohol, Kohlensäure, Öl oder chemische Substanzen sein.

Beim Fluidextrakt werden die Wirkstoffe mit Alkohol herausgezogen.

Zugriffe - 3363
Fenchel (Foeniculum vulgare)

Lateinisch Foeniculi fructus, Foeniculum vulgare
Familie Apiaceae(Umbelliferae)/Doldengewächse
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Asien, Africa, Warme gebiete Europas
Indikation Laktagogum(tee und Kompressen)
  Dyspepsie und Durchfall bei Kindern
  für Augen und Gurgelwasser
Wirkung sekretionsfördernd
  entkrampfend
  appetitanregend
  karminativ
Inhaltsstoffe Anethol, fenchol (ätherisches Öl)
Kontraindikation Schwangerschaft, Stillzeit

Der zur Familie der Doldenblütler zählende Fenchel hat seinen Namen von fenum, was im Lateinischen Heu bedeutet. Der Duft der Pflanze erinnert nämlich an den Geruch von Heu. Die Heimat des Fenchel liegt im Mittelmeerraum und wird heute auf der ganzen Welt angebaut. Die Pflanze wird über 2 m hoch und hat kleine , gelbliche Blüten.

Geschichte:
Dioskurides empfahl den Fenchel zur Anregung der Milchproduktion. Im Volksglauben sprach man ihm auch eine augenstärkende Wirkung zu. In Spanien und Frankreich wurde es als eines der wirkungsvollsten Pflanzen gegen böse Hexerei eingesetzt.
Wirkung und Anwendung: Fenchelsamen wirken auswurffördernd und schleimlösend, weswegen er auch oft in Hustentees zur Anwendung kommt. Auch bei Magendarmbeschwerden, wie Völlegefühl und Blähungen.

Zugriffe - 2392
Fettleber

Es handelt sich bei der Fettleber um Ablagerungen von Triglyzeriden in mind. der Hälfte aller Leberzellen

Ursachen der Fettleber können sein:

  • Alkohol, Medikamente, toxische Stoffe
  • Übergewicht
  • schlechte Ernährung und Eiweissmangelernährung
  • Diabetes mellitus
  • Hyperlipoproteinämie
  • Schwangerschaft
     

 In den meisten Fällen ist die Ursache übermässiger Konsum von Alkohol. Die toxische grenze für Männer liegt bei ca. 60 g , bei Frauen nur bei 20 g Alkohol täglich(60 g Alkohol entsprechen 2 Liter Bier oder 0,75 Liter wein oder 0,2 Liter Whiskey)

Die Leber versucht den Alkohol abzubauen, dadurch wird jedoch viel Sauerstoff verbraucht, was zu einer Unterversorgung der Leberzellen führt. Damit können Fettsäuren in der Leber nicht mehr oxidiert und weiterverarbeitet werden und werden deshalb eingelagert. Ferner wirkt das beim Alkoholabbau freiwerdende Azetaldehyd lebertoxisch.

Symptome:Die Patienten sind oft und besonders am Anfang beschwerdefrei, man findet jedoch eine tastbare Lebervergrösserung, manchmal auch eine Milzvergrösserung. Später kommen hinzu: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen in der Lebergegend, Ikterus und eventuell Fieber.

Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einer Leberzirrhose mit Leberinsuffizienz kommen.

Therapie: Alkoholentzug, ferner Gabe von Folsäure und eventuell Vitamin B1

Zugriffe - 3374
Fettstoffwechselstörung

Fettstoffwechselstörungen bzw. Hyperlipoproteinämien muss man unterscheiden in Hypertriglyzeriedämien(Erhöhung der Triglyzeride) und Hypercholesterinämien(Erhöhung des Cholesterins). Wie auch bei der Gicht finden sich Hyperlipoproteinämien oft gemeinsam mit weiteren Erkrankungen des metabolischen Syndroms(Wohlstandssyndrom): Überwicht, Diabetes II, essentielle Hypertonie und Hyperurikämie.
 

Ursachen der Hypertriglyzeridämien:

  • Alkohol
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus

Ursachen einer Hypercholesterinämie:

  • Fehlernährung
  • Cholestase
  • nephrotisches Syndrom
  • Schilddrüsenunterfunktion

Symptome:

  • Koronare Herzkrankheit
  • Periphere arterieller Verschluss
  • Schlaganfall
  • Pankreatitis(>500mg/dl)
  • Xanthome(Fettablagerungen) an Achillessehnen und Fingerstreckseiten, Augenlidern und Zwischenfingerfalten(bei hohen Cholesterinwerten),

Risiko steigt über einem Wert von 200mg/dl stark an.

Normwerte bzw. wünschenswerte Ziele:

  • Gesamtcholesterin: < 200mg/dl
  • Triglyceride: <200mg/dl
  • HDL-Cholesterin: > 40 mg/dl
  • LDL-Cholesterin: < 150mg/dl

Therapie:

Die Fettwerte soollten auf die oben angebenen Normwerte eingestellt werden. In den meisten Fällen lässt sich dies mit einer bewussten Ernährung bewerkstelligen. Hierbei ist vor allem auf eine Fettreduktion und einen Fettaustausch zu achten. Eine Mehraufnahme von Omega 3 Fettsäuren ist unbedingt anzuraten, ferner sollten tierische Fette eingeschränkt werden. Die Zufuhr von Ballststoffen, Gemüse und Obst sekt darüberhinaus auch den Fettspiegel im Blut. Notwendig ist ferner die Normalisierung des Gewichtes, sportliche Betätigung und bei hohen Trigliceridwerden die Einschränkung von Alkohol

Zugriffe - 3007
Fibromyalgie

Eine recht häufige Erkrankung, die meist Frauen betrifft. Es kommt zu Schmerzen an verschieden Stellen des Körpers, kombiniert mit vegetativen Symptomen und funktionellen Beschwerden

Symptome:

  • Schmerzen in verschieden Körperregionen über mind. 3 Monate
  • Schmerzhafte Druckpunkte
  • vegetative Symptome  mit kalten Fingern, trockener Mund, Hyperhidrosis oder Tremor
  • Schlafstörungen
  • allgemeine Abgeschlagenheit
  • Parästhesien
  • Migräne
  • Atem-und Herzbeschwerden
  • gastrointestinale Beschwerden
  • menstruelle Beschwerden

 

Therapie: Die Schulmedizin kennt keine wirksame Therapie. Wichtig ist ein ganzheitlichen Therapieansatz mit physikalischer Therapie, Psychotherapie und klassischer Homöopathie.

Zugriffe - 4952
Fichte (Picea abies)
Familie: Pinaceae
Inhaltsstoffe:Ätherisches Öl mit bis zu 12% Bronylacetat, Phellandren, Cadinen
Medizinische Eigenschaften: auswurffördernd, schwach antiseptisch, durchblutungsfördernd

Die Fichte wird schon seit Jahrhunderten in Europa als Heilpflanze verwendet. Bekannt sind Auszüge aus den frischen Trieben im Frühjahr. Mittlerweile findet man Fichtenöl in vielen Badezusätzen, Ölen, Salben, Gelen, die bei Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt werden.

Auch bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden ist Fichtenöl sehr wirkungsvoll.

Da das Öl zu Bronchospasmen bei empfindlichen Personen führen kann, sollte man es bei Asthma und Keuchhusten nicht verwenden.

Zugriffe - 2421
Fieberkrämpfe

Man unterscheidet einfache Fieberkrämpfe und komplizierte Fieberkrämpfe. Komplizierte Fieberkrämpfe gehen häufiger in eine Epilepsie über als unkomplizierte Fieberkrämpfe.

Fieberkrämpfe treten nicht unbedingt bei hohem Fieber auf, sondern eher bei einem schnellen Anstieg des Fiebers.

Risikofaktoren:

• familiäre Belastung mit Epilepsie

• Zeichen einer zerebralen Vorschädigung

• Auftreten des ersten Fieberkrampfes vor dem 6. Lebensmonat oder nach dem 4. Geburtstag

• Herdsymptome im Anfall oder nach dem Anfall und/oder Herdveränderungen im EEG

• mehrmalige Wiederholung von Krampfanfällen während eines Infektes

• Dauer länger als 15 Minuten

• mehr als 3 Fieberkrämpfe

• bleibende EEG-Veränderungen in den ersten Wochen nach dem Anfall

Treten in einer Familie Fieberkrämpfe auf, haben die nachfolgenden Kinder ein etwas höheres Risiko, auch Fieberkrämpfe zu entwickeln. Das Risiko einer Epilepsie bleibt davon aber unberührt.

Zugriffe - 5677
Fiebertherapie

Die Fiebertherapie ist schon sehr alt und macht sich die eigenen Selbstheilungskräfte des Körpers zu Nutze. Durch das Fieber wird einerseits der Stoffwechsel gesteigert und die Temperatur im Körper erhöht , andererseits kommt es zu einer immunologischen Umstimmungsreaktion.

Als fiebererzeugende Mittel werden meist Bakterienbestandteile oder bestimmte Pflanzenextrakte(z.B. aus Mistel oder Sonnenhut) verwendet.

Die Fiebererzeugung kann jedoch auch von aussen geschehen durch bestimmte Wärmequellen. Heute meist Infrarot-Strahlen, früher Überhitzungsbäder, Sauna, Packungen Wickel etc.

Die Fiebertherapie wird vor allem in der Krebstherapie mit grossem Erfolg eingesetzt. Durch das Fieber werden Tumorzellen sehr empfindlich und können durch das eigene Abwehrsystem schneller zerstört werden.
Aber auch chronische Infektionskrankheiten, Allergien, chronische Bronchitis oder verschiedene Darmentzündungen sprechen sehr gut auf die Hyperthermie an.

Die Hyperthermie sollte nicht bei akuten Infektionen angewandt werden. Hier befindet sich der Köper bereits in einer Abwehrreaktion und man würde ihn dadurch nur zu stark schwächen.

Zugriffe - 3022
Fingerhut, roter (Digitalis purpurea)

Lateinisch Digitalis purpureae folium
Familie Scrophulariaceae/Braunwurzgewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid Droge
Vorkommen Westeuropa
Indikation Herzinsuffizienz
  Vorhofflimmern
  Tachycardie
Wirkung positiv inotrop
  negativ chronotrop
  negativ bathmotrop
Inhaltsstoffe Herzglycoside
Kontraindikation Laxantiengebrauch
Zugriffe - 2443
Fischhaut (Ichtyosis vulgaris)

Es handelt sich um eine angeborene Krankheit, bei der es zu einer Verhornungsstörung der haut kommt. Diese erzeugt auf dem Körper Schuppen, die vorwiegend an den Extremitätenstreckseiten auftreten. Die Schuppenbildung kann aber auch am ganzen Körper auftreten. Frei bleiben meist Handteller und Fusssohlen als auch das Gesicht und die Beugeseiten der Gelenke.
Die Grösse der Schuppen kann variieren. Neben kleieartiger Schuppung kann es auch zu grossen plattenartigen Schuppen kommen.

Zugriffe - 2971
Flavonoide

Flavonoide gehören zur Klasse der sekundären Pflanzenstoffe(SPS) . Man kennt heute hunderte von Flavonoiden. Die wichtigsten sind folgende: Anthocyanidine , Catechine, Epicatechine, Genistein, Glycyrrhizin, Hesperidin, Isoflavone, Proanthozyanidine, Pygnogenol, Quercetin, Rutin und Tannin.

Zugriffe - 2704
Flohsamen (Plantago afra, Plantago indic
Lateinisch Psylli semen
Familie Plantaginaceae/Wegerichgewächse
Wirkstoffgruppe Schleimdroge
Vorkommen Südeuropa, Nordafrica, Südwestasien
Indikation akute und chronische Verstopfung
Wirkung schleimhautschützend
  reizmildernd
  leicht abführend
Inhaltsstoffe Zellulose, Pektin, Fermente
Kontraindikation Schwangerschaft, Stillzeit
Zugriffe - 2439
Folsäure

Folsäure ist ein wichtiger Faktor bei der Bildung von DNA (Erbsubstanzen), Enzymproduktion und Blutbildung. Es ist essentiell bei der Zellteilung und dem Wachstum von neuen Zellen und ist eine optimale Ergänzung während der Schwangerschaft und schützt gegen Entwicklungsstörungen beim Fötus, wie z.B. Spina bifida.

Es verhindert weiterhin Anämien, allen voran die perniziöse Anämie, die oft zusammen mit einem Vitamin B 12 mangel auftritt. Ein Mangel an Folsäure kann zu Zöliakie und Morbus Crohn führen.

Durch Aluminium-Säureblocker, orale Kontrazeptiva, Alkohol, langanhaltenden Antibiotikagebrauch und Verwendung von antientzündlichen Medikamenten steigt der Bedarf an Folsäure an und man sollte auf eine entsprechende Mehrzufuhr achten. Folsäure kommt vor allen in Blattgemüse(roh), Leber, Erbsen, Bierhefe, Brokkoli, Früchte und Sojaprodukte

Zugriffe - 3370
Unterstützen Sie impfschaden.info

 Über impfschaden.info   ¦    Über mich   ¦  Glossar   ¦ Newsletter  ¦  Kontakt   ¦   Impressum