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Glossar

Begriff Definition
Glycoside

Glycoside sind im Pflanzenreich weit verbreitet. Allen gemeinsam ist, dass sie aus einem Zuckeranteil und einem Nichtzuckeranteil bestehen. der Nichtzuckeranteil bestimmt die pharmakologische Wirkung. Beispiele von Glycosiden sind Herzglycoside, Flavonglycoside oder Anthranoide.

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Goldrute (Solidago virgaurea)

Goldrute

Lateinisch Solidaginis herba
Familie Asteraceae/Korbblütler
Wirkstoffgruppe Glycosid-Droge
Vorkommen Europa
Indikation Albuminurie
  Blasen und Nierenentzündung
  Nierensteine und-griess
  Gicht und Rheuma
Wirkung diuretisch
  antiphlogistisch
Inhaltsstoffe Glycoside, Flavonoide, ätherische Öle, Gerbstoffe
Kontraindikation bei Obstructionen im den Harnwegen

Solidago kommt aus dem Lateinischen und bedeutet festmachen, ein Hinweis auf die Fähigkeit der Pflanze, Wunden zu heilen.. Die Goldrute ist in Europa und Asien heimisch, andere Goldrutenarten wie Solidago canadensis und Solidago gigantea kommen in Nordamerika vor und wurden erst später in Europa eingebürgert.

Geschichte: Die harntreibende Wirkung der Goldrute war schon im Mittelalter bekannt. Auch bei frischen Wunden wurde sie gerne eingesetzt, indem das Pulver auf die Wunde gestreut wurde.

Wirkung und Anwendung: Solidago verbessert die Nierenfunktion und erhöht die Harnmenge. Deshalb wird sie gerne bei Balsen und Nierenentzündungen eingesetzt. Durch die Erhöhung der Harnmenge werden auch Ödeme und schwere Beine besser

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Gonorrhoe

Die Gonorrhoe, kurz auch GO genannt gehört zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten überhaupt. Erreger ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae.

Etwa 25% der Männer und 50% der Frauen tragen die Gonorrhoekeime in sich und können damit andere anstecken.

Symptome:

  • Mann: Urethritis mit Brennen und Jucken beim Urinieren; eitriger Ausfluss
  • Frau: eitriger Ausfluss mit mit Entzündung der Harnröhre und der Zervix
  • hinzu kommen: Arthritis(oft ist nur ein Kniegelenk betroffen), Endokarditis,
  • Gefahr besteht durch eine Einschwemmung der Erreger ins Blut: Gonokokkensepsis

Therapie: wie bei der Lues auch besteht in Deutschland Behandlungspflicht. Personen, die sich weigern, werden zwangsbehandelt.

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Gotu Kola (Centella asiatica)

Gotu Kola wird seit Jahrtausenden in der Ayurvedischen Medizin gegen geistige Müdigkeit, Gedächtnissstörungen und als antientzündliches Mittel eingesetzt.

Es ist eine der reichsten Quellen von Asiatsäure oder Asiaticosid. Asiaticsäure hemmt die Bildung von Abetaplaques im Gehirn. Diese Plaques sind die Voraussetzung für die Entwicklung von Alzheimer, d.h. ohne Abeta-Plaques kein Alzheimer. In China und vielen anderen asiatischen Ländern gilt Gotu Kola als Pflanze der Langlebigkeit.

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Gr5

Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor.

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Granulozyten

Granulozyten gehören zum menschlichen Abwehrsystem und richten sich hauptsächlich gegen Bakterien und Pilze. Gemeinhin sind sie auch unter dem Namen weisse Blutkörperchen bekannt.

Normalerweise befinden sich die Granulozyten zu 90% im Knochenmark und werden erst durch bestimmte Signale(Interleukin, Komplement C3)ins Blut abgegeben.

Die Granulozyten sind in der Lage sich amöboid zu bewegen, d.h. sie sind sehr bewegungsfähig und so in der Lage auch die Kapillare zu verlassen und ins Gewebe einzudringen. Sie können dort Bakterien und Pilze umschliessen und verdauen.

Beim Arzt hört man manchmal den Begriff Linksverschiebung im Blut. Dies bedeutet eine Verschiebung zu "jüngeren" Granulozyten im Blut hin, d.h. wenn z.B. bei Entzündungen  Granulozyten verbraucht werden und durch die erhöhte Produktion nur noch "jüngere" Granuloyten aufzufinden sind.

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Granulozytopenie

Es handelt sich um eine Verminderung der neutrophilen Granulozyten(weisse Blutkörperchen)

Ursachen und Äthiologie können sein:

  • Knochenmarksschädigung durch Medikamente, Strahlen und Chemikalien
  • Reifungsstörung der Granulozytenpoese(Bildung) durch Vit. B12 oder Folsäure Mangel
  • Akut  nach Infektionen
  • bei malignen Lymphomen
  • bei systemischen Lupus

Eine Granulozytopenie über 1000/mcl sind meist ohne Symptome, erst unter 1000 bis 500 nimmt das Infektionsrisiko stetig zu. Unter 500 kommt es regelmässig zu Infektionen, insbesonders bakterieller Art

Therapie ist Behandlung der Ursache.

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Grauer Star

Der graue Star ist eine Erkrankung der Augenlinse, bei der diese trüb wird und damit die Sehkraft einschränkt. Der Alterstar tritt meist nach dem 60. Lebensjahr auf. Kommt es schon früher zu einer Linsentrübung, ist oft ein Diabetes mellitus die Ursache.

Die Trübung kann so stark werden, dass im fortgeschrittenen Stadium nur noch Hell-Dunkel-Sehen möglich ist.

Therapie: Schulmedizinisch wird der graue Star operiert und man ersetzt die Linse durch ein Implantat.

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Grüner Star

Der grüne Star, auch Glaukom genannt bezeichnet eine Druckerhöhung im Augeninneren über 22mmHg. Der erhöhte Druck kann zu einer Schädigung des Sehnerves führen mit Gesichtsfeldausfällen und Erblindung. Ursache des Glaukoms ist eine Verlegung des Schlemmschen Kanals, in Folge dessen kein Kasserwasser mehr abfliessen kann.

Man unterscheidet zwei Formen: das akute und das chronische Glaukom

Symptome:

Akutes Glaukom: ausgelöst meist im höheren Alter durch Überanstrengung, Schreck oder Kummersituationen.

  • plötzlich auftretender schneidender Schmerz, meist an einem Auge
  • Regenbogenfarbensehen(um Lichtquellen) oder Schleier vor dem Auge
  • Kopfschmerzen
  • oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • das Auge verfärbt sich rot und es bildet sich ein Ödem
  • der Bulbus ist steinhart
  • Pupille ist erweitert

Chronisches Glaukom:

  • meist nur Druckerhöhung ohne äussere Symptomatik
  • manchmal Regenbogenfarbensehen, Kopfschmerz oder Schmerz über  oder in den Augen
  • bei Fortbestehen des Innendruckes kommt es zu einer Degeneration des Sehnerves ; typisch ist hier das Tunnelsehen.
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Grüner Tee

Der grüne Tee, lateinisch Camellia sinensis, ist in Asien schon seit Jahrtausenden bekannt. Im Ayurveda(heißt soviel wie Wissen vom Leben), der indischen Medizin wurde der Grüntee bei einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt.

Das besondere am Grüntee ist, daß dieser im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht fermentiert wird und damit auch nicht oxidiert wird, , um die natürlichen Wirkstoffe des Blattes zu erhalten. Im Laufe der jahrtausendealten Teegeschichte wurden zur Vermeidung einer Fermentation der frisch gepflückten Blätter folgende Methoden angewandt:

Trocknen an der Sonne
Kochen und Trocknen mit Wärme
Erhitzen in rundlichen Metallpfannen auf Feuer
Dämpfen

Auch beim Grünen Tee werden die Blätter in verschiedenen Stadien und Jahreszeiten gepflückt, was wiederum den Koffeingehalt, das Verhältnis vieler Inhaltsstoffe untereinander und das Aroma beeinflusst. Die empirisch bekanntesten und durch wissenschaftliche Studien belegten Heilwirkungen des Tees gelten nur für den Grünen Tee.

Die "Aufguss-Philosophien" für den Grünen Tee variieren je nach Land und Tradition, vom Gebrauch zwischen kochendem oder abgekochtem, jedoch nur 60 bis 80° C warmem Wasser sowie von kurzem bis längerem Ziehenlassen. Ein Weggiessen des ersten Aufgusses vermindert den Koffeingehalt und den leicht "bitteren" Geschmack.

Grüntee enthält eine ungewöhnlich hohe Zahl an sekundären Pflanzenstoffen. Mehr als 50 von diesen wirken im Körper antientzündlich. Bekannt sind vor allem die Polyphenole, von denen mehrere, wie etwa Apigenin im Grüntee vorkommen. Diese Polyphenole zeigen eine starke COX-2 Hemmung. In Untersuchungen zeigte sich, daß Grüntee in der Lage ist, arthritische Entzündungen zu lindern. Unterstützt wird dies zusätzlich durch einen hohen Gehalt an Antioxidantien.

Besonders erwähnenswert scheint ein neu entdeckter Stoff mit der Abkürzung EGCG zu sein. Dieses Polyphenol hat  starke antitumolrale Eigenschaften.

Wirkstoff im grünen Tee könnte Bildung von Tumoren verhindern

Toledo (rf). Regelmäßiger Konsum von grünem Tee, so die Ergebnisse verschiedener epidemiologischer Studien, könnte der Entstehung von Krebs vorbeugen. Eine Erklärung für diese Wirkung haben jetzt US-Wissenschaftler geliefert: Ein Catechin, das in grünem Tee enthalten ist, blockiert das proteolytische Enzym Urokinase. Es ist an der Ausbreitung von Tumorzellen und der Metastasenbildung beteiligt.

Die Substanz mit der Antitumorwirkung - Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) - liegt in grünem, aber nicht in schwarzem Tee vor, wie Dr. Jerzy Jankum und seine Kollegen vom Medical College of OHio in Toledo berichten. Denn bei der Fermentation von schwarzem Tee werden Catechine oxidiert. Sie verlieren so ihre physiologische Wirkung.

In experimentellen Untersuchungen bei Mäusen mit Karzinomen ist nach Angaben der US-amerikanischen Wissenschaftler bereits früher nachgewiesen worden, daß durch eine Hemmung des Enzyms Urokinase das Tumorwachstum reduziert und zum Teil sogar eine vollständige Remission erzielt werden kann (Nature 387, 1997, 561).

Das Problem sei aber gewesen, so die Forscher weiter, daß die bekannten Hemmstoffe des Enzyms entweder zu gering aktiv oder zu stark toxisch gewesen seien.

Eine einzige Tasse grünen Tees enthalte bereits 150 Milligramm EGCG, berichten die Wissenschaftler. Beim Konsum mehrerer Tassen Tee würden so hohe Spiegel erreicht, daß mit einer Antitumorwirkung zu rechnen sei.

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Guillain-Barré syndrome
Guillain-Barré syndrome (GBS)is an acute, autoimmune, polyradiculoneuropathy affecting the peripheral nervous system, usually triggered by an acute infectious process. It is included in the wider group of peripheral neuropathies. There are several types of GBS, but unless otherwise stated, GBS refers to the most common form, acute inflammatory demyelinating polyneuropathy (AIDP). It is frequently severe and usually exhibits as an ascending paralysis noted by weakness in the legs that spreads to the upper limbs and the face along with complete loss of deep tendon reflexes. With prompt treatment by plasmapheresis or intravenous immunoglobulins and supportive care, the majority of patients will regain full functional capacity. However, death may occur if severe pulmonary complications and dysautonomia are present.
Guillain-Barré-Syndrom

Das Guillain-Barré Syndrom wird auch als „akute idiopatische Polyneuritis“ bezeichnet. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung der peripheren Nerven. Statistisch gesehen gibt es weltweit ca. 1-2 Fälle pro Jahr auf 100 000 Einwohner.

Ursachen:Die genaue Ursache ist bis heute unbekannt. Viele Fälle treten innerhalb weniger Tage bis einige Wochen nach einer viralen oder bakteriellen Infektion  sowie Impfungen (z.B.Tetanus, Influenza) auf. Das kann eine gewöhnliche Erkältung, Grippe, Rachenentzündung oder eine Magen-Darmstörung (verursacht durch Campylobacter Jejuni) mit Durchfall sein. Auch Insektenstiche werden als Auslöser vermutet.

Symptome: Beginn mit allgemeinen Schwäche, gefolgt von Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen in Beinen und Armen (meist aufsteigend). Gelegentlich sind auch die Atem- und Gesichtsmuskeln betroffen. Viele Betroffene müssen bereits im frühen Stadium auf der Intensivstation behandelt werden, besonders dann, wenn auch Beatmungspflicht aufgrund der Lähmungen der Atmungsorgane notwendig wird.
Die Symptome gehen meist wieder zurück, was jedoch Monate oder noch länger dauern kann. Einige Betroffene behalten geringe Langzeitschäden unterschiedlicher Art zurück.

Diagnose:
Bestätigung der Diagnose durch eine Lumbalpunktion zur Feststellung eines veränderten Eiweißspiegels.


Behandlung:
Im Frühstadium stationär in einer Akut-Klinik, gewöhnlich auf der Intensivstation (wg. Gefahr von Atemstillstand)

Medikamentös werden hohe Dosen von Immunglobulin intravenös gegeben. Alternativ kann auch eine Plasmaaustauschbehandlung (eine Art Blutreinigung) vorgenommen werden.

Nach der Akut-Behandlung ist ein Rehabilitationsprogramm zur Wiederherstellung der Nerven- und Muskelfunktionen erforderlich.

Formen:


chronisches GBS (CIDP):

CIDP = Chronic Inflammatory Demyelinating Polyneuropathy. (Chronische Inflammatorische Demyelisierende Polyneuropathie)
Das chronische GBS entwickelt sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Auffallend ist die zunehmende Schwäche der Betroffenen. Diagnose sehr schwierig.

Miller- Fisher Syndrom (MFS):
MFS (Variante des GBS) befällt hauptsächlich die Gesichtsnerven, insbesondere die Nerven zur Funktion der Augenbewegungen. MFS ist eine überlappende Form des GBS und wird ähnlich behandelt.

Lewis Sumner Syndrom:
unsymetrisch verlaufende Form der GBS

Elsberg Syndrom:
betrifft nur die Nervenwurzeln.

MMN (Multifokale Motorische Neuropathie): betrifft nur motorische Nerven, z. B. Fußhebernerv oder Fingerstreckernerv. Sensibilitätsstörungen passen nicht zum Krankheitsbild. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Immunglobulinen.

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Guillain-Barre-Syndrome
Guillain-Barré syndrome (GBS)is an acute, autoimmune, polyradiculoneuropathy affecting the peripheral nervous system, usually triggered by an acute infectious process. It is included in the wider group of peripheral neuropathies. There are several types of GBS, but unless otherwise stated, GBS refers to the most common form, acute inflammatory demyelinating polyneuropathy (AIDP). It is frequently severe and usually exhibits as an ascending paralysis noted by weakness in the legs that spreads to the upper limbs and the face along with complete loss of deep tendon reflexes. With prompt treatment by plasmapheresis or intravenous immunoglobulins and supportive care, the majority of patients will regain full functional capacity. However, death may occur if severe pulmonary complications and dysautonomia are present.
Gymnea sylvestre

 Eine Heilpflanze, die den Blutzuckerspiegel senken kann. Gymnea hat eine ähnliche molekulare Struktur wie Zucker und ist in der Lage, die Absorption von Zucker um 50% zu hemmen. Sowohl Zucker als auch Gymnea werden im Dünndarm verdaut, aber da das Gymnea Molekül etwas grösser ist, kann es nicht vollständig absorbiert werden.
Nimmt man Gymnea sylvestre vor der Einnahme von Zucker ein, so werden die Absorptionswege für normalen Zucker blockiert und weniger Zucker dadurch aufgenommen. Der übrigbleibende Zucker wird wieder ausgeschieden.
Nimmt man zum Beispiel einen Schluck Gymnea Sylvestre Tee zu sich und trinkt danach etwas süsses, dann kann man die Süsse nicht wahrnehmen. Die Zuckermoleküle können nicht "andocken". Das Gleiche geschieht im Dünndarm.

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Gynäkomastie

Bei der Gynäkomastie handelt es sich um eine einseitige oder doppelseitigeVergrösserung der Brust beim Mann.

Ursachen können sein:

  • Östrogenüberschuss(durch Östrogentherapie oder östrogensezernierende Turmore)
  • Androgenmangel(Anorchie, Kastration, Hypogonadismus, Hyperthyreose)
  • Medikamente(Östrogen, Antiandrogene)
  • Drogen(cannabis)
  • physiologisch(in der Entwicklungszeit und bei Übergewicht)

Therapie: Kausale Therapie wenn bekannt(Weglassen von Medikamenten etc.) Ansonsten wird eine homöopathische Behandlung empfohlen.

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