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Glossar

Begriff Definition
Leucin

Wie Isoleucin ist auch die Aminosäure Leucin wichtiger Faktor bei der Wundheilung. Verbrennungen sprechen sehr gut auf die Gabe von Leucin an. Ein Mangel zeigt sich auch hier an einem hohen Blutzuckerspiegel und einer verlangsamten Wundheilung .

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Leukämie

Man unterscheidet zwei Formen der Leukämie, die akute lymphatische Leukämie(ALL) und die akute myeloische Leukämie(AML). Die AML tritt vorwiegend im Erwachsenenalter auf, während die ALL meist bei Kindern vorkommt. Es kommt in beiden Fällen zu einer Vermehrung von unreifen Leukozyten, die nicht funktionstüchtig sind.

Ursachen:

  • Knochenmarksschädigung durch chemische Substanzen(Benzol, Zytosstatika) oder isonisierende Strahlen
  • Genetisch bedingt
  • Viren( verursachen die Erwachsenen T-Zell Leukämie)

Symptome: Neben Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Fieber und Nachtschweiss kommt es häufig zu bakteriellen Infekten durch die Verminderten Granulozyten im Blut. Man findet hier häufig Entzündungen an Haut-Schleimhautübergängen und Pilzinfektionen(Candida, Soor).
Durch verminderte Thrombozytenzahlen kommt es zu Blutungen und durch die Erythrozytopenie kommt es zu einer Anämie mit Blässe, Müdigkeit und Atemschwierigkeiten.
Weitere Symptome sind Lymphknotenschwellungen, Milzvergrösserung, manchmal auch Lebervergrösserung.

Therapie:Schulmedizinisch wird Chemotherapie und Knochenmarkstransplantation eingesetzt, zunehmend auch Stammzelltransplantationen.

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Leukopenie

 Mit Leukopenie (vollständig: Leukozytopenie) bezeichnet einen Mangel an Leukozyten (weiße Blutkörperchen) im Blut. Der Mensch verfügt normalerweise über ca. 4000 bis 11.00 Leukozyten pro Mikroliter Blut. Wird dieser Wert unterschritten, spricht man von einer Leukozytopenie. In den meisten Fällen liegt eine Verminderung von neutrophilen Granulozyten vor (neutrophile Granulozytopenie, auch Neutropenie). Eine Vermindung der Lymphozyten (Lymphozytopenie) führt häufig nicht zur verminderten Gesamtleukozytenzahl.

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Lichen ruber

Es handelt sich um eine chronisch rezidivierende, entzündliche Erkrankung der Haut und der Schleimhäute. Sie ist  nicht ansteckend und nicht erblich.

Ursache ist unbekannt. Möglicherweise handelt es sich um eine virusbedingte Autoimmunreaktion.


Häufigste Form: Lichen ruber planus

Symptome:

  • 3-6 Lebensjahrzehnt
  • Papel (gerötet, flach oder zentral eingedellt), oft in Gruppen, können zu Plaques konfluieren oder zu netzförmigen Feldern
  • Treten schubweise akut mit starkem Juckreiz auf
  • Beugestellen – Handgelenk – Handflächen – Fußsohlen, auch Mundschleimhaut

 

Schulmedizinische Therapie
Lokaltherapie mit Steroiden.

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Liebstöckel (Levisticum officinale)

Familie: Umbelliferae(Doldenblütler)
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Cumarin, Gerbstoffe, Harz
Medizinische Eigenschaften: harntreibend, reguliert die Menstruation, verdauungsfördernd, windtreibend

Die vermutlich aus Persien stammende Pflanze kam im frühen Mittelalter nach Europa, wo sie als Heilpflanze sehr geschätzt wurde. Man verwendete sie hauptsächlich bei Magenbeschwerden, starken Blähungen, Gelbsucht. Auch bei Menstruationsbeschwerden galt es damals als hilfreiches Mittel.

Heute kennt man den Liebstöckel oder auch Maggikraut eher als Küchengewürz zum Einmachen.

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Lignane

Lignane sind Bestandteil von Leinsamen und gehören zur Klasse der Phytoöstrogene. D.h. sie haben die gleichen Eigenschaften, wie menschliche Östrogene, wirken aber nicht so stark wie diese, was jedoch über die Zufuhr ausgeglichen werden kann. Sie haben ein ähnliches Wirkungsspektrum wie Isoflavone.

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Linde
Lateinisch Tiliae flos
Familie Tiliaceae/Lindengewächse
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Europa
Indikation Grippe
  Infektionen
  Erkältungen
Wirkung leicht sedierend
  spasmolytisch
  diaphoretisch
  resistenzverbessernd
Inhaltsstoffe ätherisches Öl, Flavonglycoside
Kontraindikation keine bekannt, sollte aber nicht als Dauergetränk angewendet werden

Lindenblüten sind bekannt als Prophylaktikum in Grippezeiten. dazu verwendet man den Lindenblütentee, der möglichst heiss getrunken werden muss. Schwitzkuren mit Lindenblütentee setzen einen stabilen Kreislauf voraus!

Lindenblütentee: 1 TL Lindenblüten mit 1 Tasse heissem Wasser übergiessen, 15 Min.ziehen lassen und heiss trinken. um die Wirkung zu erhöhen, mind. 1 Liter trinken und sich warm in Decken einhüllen.

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Lithium

 Beeinflusste Körperfunktionen: stabile gefühlsmäßige Zustände

Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome): wahnartig-depressive Störungen, Migräne, Kopfschmerz

Senkung der Lithium-Konzentrationen im Körper durch: in Untersuchung

Erhöhung der Lithium-Konzentrationen im Körper durch: Lithium-Therapie, Umwelteinflüsse - Lithiumreiche Nahrungsmittel: Vollkorn, Samen

Aufnahmefördernde Nahrungsbestandteile: Vitamin E

Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: wahnähnlichen Depressionen, Migräne, Kopfschmerz

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Löwenzahn (Taraxacum officinalis)


Lateinisch Taraxaci radix/folium
Familie Asteraseae/Korbblütler
Wirkstoffgruppe Bitterstoff-Droge
Vorkommen Europa/Asien
Indikation Appetitlosigkeit
  Leber/Gallebeschwerden
  Rheuma/Gicht
  Nieren und Gallensteine
Wirkung fördert die Leber- und Nierenfunktion
  Frischer Saft im Frühling als Stimulanz des Zellstoffwechsels
Inhaltsstoffe Taraxacin, Cholin, Polysaccharide
Kontraindikation Verschluss der Gallenwege, Ileus, nicht bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit

Der Löwenzahn zählt zu den widerstandsfähigsten Pflanzen überhaupt. Er wird sowohl als Lebensmittel(Blätter) als auch als Heilmittel(Wurzel) verwendet. Bekannt ist der Löwenzahn als Mittel bei Magen/Darmbeschwerden.Durch seine Bitterstoffe regt er die Gallensekretion an und fördert damit die Verdauung. Ferner wirkt die Wurzel als mildes Abführmittel und Diuretikum(steigert die Harnproduktion)

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Lungenabszess

Beim Lungenabszess handelt es sich um einen nekrotisierten Bereich in der Lunge, der Eiter enthält. Ursache ist meist eine Lungenentzündung. In seltenen Fällen auch durch Aspiration von Fremdkörpern, Bronchialkrebs, Verletzungen.

Symptome:

  • schweres Krankheitsgefühl mit Fieber über 39°C
  • Schweissausbrüche
  • Husten mit eitrigem Sputum, häufig blutig (wenn Abszess in einen Bronchus einbricht)

anfangs ähneln die Symptome einer Pneumonie.

Komplikationen: Pleuraempyem, Fistelbildung

Diagnose:Röntgen, Bronchgraphie (Verschattung mit Höhlenbildung und Flüssigkeit)

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Lungenembolie

Bei der Lungenembolie handelt es sich um einen Verschluss einer Lungenarterie. Der Verschluss wird meist durch einen Thrombus aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen verursacht. Symptome machen erst Verschlüsse grösserer Arterien, kleine Verschlüsse verlaufen oft stumm. Der Thrombus führt zu einer Einengung des Gefässquerschnittes mit nachfolgender Druckerhöhung und Rückstau im rechten Herzen und Unterversorgung des linken Herzens.

Die Bildung von Thromben wird besonders nach Operationen, bei Herzinsuffizienz, Varikose, Blutgerinnungsstörungen und Immobilität gefördert. Weitere Risikofaktoren sind Entbindungen, Schwangerschaft, Einnahme der Pille,Rauchen, oder auch langes Sitzen (Economy class syndrom).

Symptome:

  • Bei Verlegung grosser Lungenarterien: Atemnot, Schnelle Atmung, Tachycardie, Brustschmerzen(atemabhängig), Zyanose, Husten, Schweissausbruch und Angst. Es entwickelt sich ein Schock. Tod kann durch akutes Rechtsherzversagen auftreten.
  • Bei Verlegung kleiner Gefässe: Nur vorübergehende Atemnot, Tachycardie, Schwindel. Patient fühlt sich unwohl. Oft auch keine Symptome. Bei wiederholten kleinen Embolien besteht die Gefahr einer grossen Embolie

Komplikationen: bei grossen Embolien besteht die Gefahr eines Lungeninfarktes mit Absterben ganzer Lungenteile

Therapie: Sofortige Krankenhauseinweisung notwendig.

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Lungenemphysem
Beim Lungenemphysem handelt es sich um eine irreversible Erweiterung der kleinen Bronchiolen. Die Ursachen können vielfältig sein, meist handelt es sich um eine Obstruktion bei Asthma bonchiale oder eine chronischen Bronchitis.

Symptome: Es gibt zwei Typen:

  • Typ PP("pink puffer") Diese Personen sind meist eher hager, haben eine ausgeprägte Atemnot und einen trockenen Reizhusten
  • Typ BB("blue bloater") Die Gruppe ist übergewichtig, zeigt eine starke Blauverfärbung (Zyanose), Husten mit Auswurf. Die Lungenfunktion ist stark eingeschränkt, wodurch es zu einem Mangel an Sauerstoff kommt. Dies führt häufig zu Kopfschmerzen. Aufgrund der eingeschränkten Lungenfunktion kommt es frühzeitig zu einem Cor  pulmonale mit einer Rechtsherzinsuffizinez

Bei den Patienten sieht man ferner den typischen fassförmigen Thorax mit horizontal verlaufenden Rippen, geblähten Schlüsselbeingruben. Die Atmung ist so behindert, dass man zwischen Ein-und Ausatmung kaum einen Unterschied im Brustumfang bemerkt.

Behandlung je nach Grunderkrankung unterschiedlich. Auch muss ein Fortschreiten des Emphysem verhindert werden. Rauchen ist deshalb keineswegs ratsam. Viele Patienten müssen bei fortgeschrittenem Emphysem besondere Atemtechniken erlernen.

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Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung kann entweder akut oder chronisch auftreten. Unter allen Infektionskrankheiten ist sie die häufigste Todesursache.
Man unterscheidet viele verschiedene Pneumonien und sie werden nach verschiedenen ätiologischen Kriterien eingeteilt. Pneumonien können durch Bakterien, Viren, Pilze oder auch Parasiten ausgelöst werden. Bei Kindern und Säuglingen sind es meist Pneumokokken oder Hämophilus influenza. Aber auch Clamydien oder Pneumocystis carinii können verantwortlich sein.
In den letzten Jahrzehnten wurde eine besondere Häufung von im Krankenhaus erworbenen Pneumonien beobachtet. Es handelt sich hier um gramnegative Bakterien (Pseudomonas, Klebsiellen, Enterobakter, E. coli, Staphylococcus aureus), die durch Antibiotika und Desinfizierungsmittel relativ resistent geworden sind und so schwere Infektionen auslösen können. Hier sind vor allem ältere Menschen mit Abwehrschwäche betroffen.

Symptome einer typischen bakteriellen Lobärpneumonie sind:

  • plötzlicher Beginn mit hohem Fieber und Schüttelfrost.
  • Husten, Atemnot mit "Nasenflügel"-Atmen
  • oft rotbrauner Auswurf
  • bei Beteiligung der Pleura auch atemabhängige Schmerzen

Symptome bei atypischer Pneumonie:

  • oft nur mit Kopfschmerzen und leichtem Fieber
  • trockener Reizhusten mit wenig oder gar fehlendem Auswurf

Gefahr bei Lungenentzündung sind septische Verlaufsformen mit Streuung des Erregers in den ganzen Körper: Otitis media, Meningitis, Hirnabszess. Ferner kann auch immer die Pleura beteiligt sein und es kann zu zu einer Entzündung oder einem Erguss kommen.

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Lungenfibrose

Bei der Lungenfibrose handelt es sich um einen bindegewebigen Umbau der Lunge. Es kommt zu einem difusen Wachstum von Bindegewebe im Lungenparenchym mit Zerstörung der Alveolarstruktur und folgender restriktiver Ventilationsstörung.

Ursachen der Lungenfibrose ist meist eine chronische Alveolitis, die z.B. durch organische Stäube oder Steinstaub/Kohlestaub ausgelöst werden kann. Auch Kollagenosen und rheumatische Krankheiten spielen eine Rolle. Die wichtigsten Krankheiten, die zu einer Lungenfibrose führen, sind Silikose, Asbestose und Sarkoidose.

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Lungenödem

Das Lungenödem ist eine Erkrankung, bei der Flüssigkeit aus den Lungenkapillaren in den Alveolarraum und das Lungeninterstitium austritt.

Ursachen des Lungenödems können sein:

  • Linksherinsuffizienz(am häufigsten)
  • Niereninsuffizienz
  • allergisch, toxische Ursachen

Symptome:

  • es kommt zu beschleunigter Atmung, Atemnot. Man hört ein Atemgeräusch. (Interstitielles Ödem)
  • mit zunehmender Schwere und Eindringen von Flüssigkeit in den Alveolarraum kommt es zur schwerer Atemnot, Angst, blässe und Blauverfärbung(Zyanose). Starke Rasselgeräusche und ein schaumiges Sputum (Alveoläres Ödem)

Therapie: Den Erkrankten zunächst auf keinen Fall hinlegen, sondern sitzend lagern. Behandlung der Grundursache.

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