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Glossar

Begriff Definition
Malve (Malva silvestris)

 
Lateinisch Malvae flos/folium
Familie Malvaceae/Malvengewächse
Wirkstoffgruppe Schleim-Droge
Vorkommen Europa, Asien
Indikation Abszesse
  Bronchitis/Asthma
  Katarrhe der oberen Luftwege
  eitrige Hautentzündungen, Ekzemen
  Gastroenteritis
Wirkung Adstringierend
  erweichend
  reizmildernd(Waschungen)
Inhaltsstoffe Schleim, Gerbstoffe
Kontraindikation keine bekannt
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Mangan

 Beeinflusste Körperfunktionen: Enzymaktivierung, Fortpflanzung und Wachstum, Sexualhor-monproduktion, Zellatmung, Vitamin B12-Stoffwechsel, Vitamin E-Verwertung, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel

Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome>: Koordinationsstörungen (Versagen der Muskelkoordination), Schwindel, Ohrengeräusche, Gehörverlust

Senkung der Mangan-Konzentrationen im Körper durch: Calcium, Phosphor, Eisen (übermäßige Einnahme), Dickungsmittel (Suppen,.Speiseeis, Pudding), Phytinsäure

Erhöhung der Mangan-Konzentrationen im Körper durch: Übermäßige Manganeinnahmen mit der Nahrung, Umweltein-flüsse (Dämpfe beim Schweißen und Löten)

Manganreiche Nahrungsmittel: Bananen, Kleie, Sellerie, Getreide, Eigelb, grünblättrige Gemü-se, Hülsenfrüchte, Nüsse, Ananas, Vollkorn, Tee, Leber

Aufnahmefördernde Nahrungsbestandteile: Histidin (Aminosäuren>, Citronensäure

Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: Allergien, Asthma, Diabetes, Müdigkeit

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Mariendistel (Silybum marianum)

Lateinisch Cardui marianae fructus
Familie Asteraceae/Korbblütler
Wirkstoffgruppe Flavonglycosid Droge
Vorkommen Mittelmeerländer
Indikation toxische Leberschäden
  chronisch entzündliche Lebererkrankungen
  Leberschwäche
  Gallenflussstörungen
Wirkung antihepatoxisch
  leberzellregenerierend
  cholagog
Inhaltsstoffe Flavonoide (Silymarin)
Kontraindikation keine bekannt

 

Die ursprünglich aus Südeuropa und Nordafrika stammende Pflanze, ist heute auch in Nord- und Südamerika zuhause. Sie wird bis 1,5 Meter hoch und durch ihre purpurfarbenen Blüten sehr auffällig Die Mariendistel wird schon seit Jahrhunderten in der Volksmedizin als das Mittel bei Leberbeschwerden eingesetzt.

Die Mariendistel ist als eine der wenigen Heilpflanzen in der Lage, die Leber bei Ihrer Entgiftung zu unterstützen. Die Mariendistel ist sogar in der Lage, das Gift von Amanita phalloides(Knollenblätterpilz), einem der giftigsten Pilze, die es gibt, zu neutralisieren. Dafür verantwortlich ist das Silymarin. Dieser Stoff schützt die Leber vor Toxinen, wie Tetrachloriden oder Alkohole.

Die Einnahme von Silymarin kann so sehr gut bei Hepatitis, beginnender Leberzirrhose oder anderen Leberleiden helfen. Silymarin und ein verwandter Inhaltstoff Silybin sind auch zwei starke Antioxidantien, die die Zellmembrane vor oxidativen Schäden schützen.

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Mastoiditis

Es handelt sich hierbei um eine Entzündung der Schleimhaut in den hohlen Räumen des Warzenfortsatzes(Processus mastoideus). Eine Mastoiditis kann sich z.B. aus einer Mittelohrentzündung entwickeln, wenn diese nicht richtig behandelt wird.

Komplikationen sind Meningitis, Entzündung des Innenohrs und Hirnabszess  beim Durchbrechen in die Schädelhöhle.

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Mazerat

Die Pflanzendroge wird hierbei mit einer kalten Flüssigkeit (Wasser, Alkohol, Öl) übergossen und für längere zeit beiseite gestellt.

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MDCK
MDCK-Zellen stammen aus dem Nierenepithelgewebe eines weiblichen Cockerspaniels und wurden im September 1958 von S. H. Madin und N. B. Darby in Kultur genommen. Bei den MDCK-Zellen handelt es sich um eine tumorigene Zelllinie, das heißt, die Zellen können in einem Wirtsorganismus Tumoren ausbilden. Je weniger Zellen im Tierversuch dafür benötigt werden, desto ausgeprägter ist die Tumorigenität.
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Medium 199

Nährstoffmedium für Zellkulturen, besteht aus Aminosäuren, Vitaminen,Nährsalzen, Glutamin, fetalem Kälberserum, Streptomycin(100mg/ml), Penicillin 100U/ml, Polysorbat 80 u.a.

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Megaloblastäre Anmämie

Es handelt sich um eine Anämie, die durch einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure verursacht wird. Dabei werden. Dabei kommt es zu unzureichend gebildeten Blutkörperchen(Megaloblasten), die ihre Aufgabe nicht erfüllen können.

Ursache: Meist Vitamin B 12 Mangel bzw. ein Mangel des sog. Intrinsic Factors im Magen der zur Resorption des Vitamin B12 im terminalen Ileum notwendig ist. Auch ein Folsäuremangel kann zur Anämie führen, vor allem bei jungen Frauen, die die Pille einnehmen(diese stören die Umwandlung der Folsäure im Darm). Auch eine Mangelernährung durch einseitige Kost(häufig bei älteren Menschen) und bei Alkoholikern sowie ein erhöhter Bedarf in der Schwangerschaft können zu einem Folsäuremangel führen.

Symptome: bei einem Vitamin B12 Mangel kommt es zu einer sogenannten Symptomentrias mit hämatologischen, neurologischen und gastrointestinalen Störungen:

  • allg. Anämiesmptome. Müdigkeit, Blässe. Häufig ist die Haut auch gelblich gefärbt(durch Blässe der Haut und Ikterus(Gelbsucht)). Ursache für den leichten Ikterus ist das vermehrte Auftreten von fehlerhaften Blutzellen durch den B12 Mangel, die in der Milz abgebaut werden.
  • Schleimhautveränderung mit glatter roter Zunge und Zungenbrennen. Ferner atrophische Autoimmungastritis
  • das erste Symptom ist eine Störung der Tiefensensibilität bzw. Vibrationsempfindens durch Markscheidenschwund der Hinterstränge und Pyramidenbahn. Häufig zeigt sich auch eine Polyneuropathie mit schmerzhaften Parästesien an Händen und Füssen.
Therapie: Zunächst muss die Ursache ausgeschaltet werden. Wenn es sich um einen reinen Vitaminmangel handelt, Substitution. Durch die Gabe kann die Produktion der Erythrozythen wieder normal ablaufen und es kommt zu einem starken Anstieg. In dieser Phase sollte man deshalb auch an die Substitution von Kalium und Eisen denken.
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Mekoniumileus

Ein durch zähes, abnormes Mekonium hervorgerufener Ileus ist fast immer das erste klinische Zeichen einer Mukoviszidose. Die hohe Viskosität des Mekoniums entsteht durch Produktion abnorm zähen Schleimes in den Becherzellen des Dünndarms und durch den bei exokriner Pankreasinsuffizienz unvollständigen Abbau der Proteine im Nahrungsbrei. Die teerartige Mekoniummasse füllt die distalen Anteile des Ileums, die proximalen Anteile sind dilatiert.

Symptome: Aufgetriebenes, schmerzhaftes Abdomen, Erbrechen, kein oder nur minimaler Stuhlabgang.

Therapie: besteht in Einläufen mit verdünntem Gastrografin, durch dessen osmotischen Effekt das Mekonium an Viskosität verliert und ausgeschieden werden kann. Haben die Einläufe keinen Erfolg oder droht gar die Perforation, muß umgehend operiert werden.

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Melanom

Beim Melanom handelt es sich um einen Hautkrebs. Es tritt häufig in seiner malignen Form auf. Das Melanom kommt in verschiedenen Formen vor. Es gibt weiche, harte, braune und schwarze und sie können in jeder Form auftreten. Jede Hautveränderung , die sich verändert, sollte auf alle Fälle abgeklärt werden.

Verdachtszeichen können sein (siehe auch abcd-Regel):

  • Scharf umrandete oder auch unscharf umrandete Hautveränderungen, die wachsen
  • Leberflecke, die schnell an Grösse zunehmen
  • entzündeter Hof um einen Leberfleck
  • Leberflecken , die bluten
  • Jucken  oder sogar Schmerzen in einem Leberfleck oder Hautmal.
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Melisse(Melissa officinalis)
 
Lateinisch Melissae folium
Familie Lamiaceae/Lippenblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mittelmeergebiet, Vorderasien
Indikation akute Magenerkrankungen
  Unruhezustände
  Nervenleiden
  Schlafstörungen
Wirkung sedativ
  krampflösend
  antibakteriell
  carminativ
  choleretisch
Inhaltsstoffe ätherisches Öl, Ge^rbstoff, Bitterstoff
Kontraindikation keine bekannt

Die Melisse stammt aus dem Orien und gilt schon seit jeher als Gewürz-und Heilpflanze. Ihr Name kommt von dem griechischen Wort melissa und meli, was soviel wie Biene und Honig bedeutet. Die Pflanze wurde früher nämlich als Bienenfutterpflanze gerne angepflanzt.

Die Anwendungsgebiete der Melisse sind vielfältig. Sie ist angezeigt zur Beruhigung der Magentätigkeit, indem sie krampflösend wirkt. Der Tee hilft bei Kopf und Zahnschmerzen.

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Meningismus

Mit Meningismus bezeichnet man das Symptom der schmerzhaften Nackensteifigkeit bei Reizungen und Erkrankungen der Hirnhäute. Er ist eine reflektorische Verspannung der Nackenmuskulatur als Reaktion auf den Schmerz.

Zu einem meningealen Reizsyndrom gehören ferner Übelkeit bis zum Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Folgende klinische Zeichen sind typischerweise beim Meningismus ebenfalls positiv:

  • Brudzinski-Zeichen
  • Kernig-Zeichen
  • Lasègue-Zeichen

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Meningitis

Eine Meningitis, auch Entzündung der Gehirnhäute, kommt generell in zwei Formen vor:

1.Viral verursacht, diese wird auch lymphozytäre Meningitis genannt
häufigsten Erreger : RNA-Viren: Poliomyelitis, Coxsackie, ECHO, FSME, Influenza, Mumps, Masern, HIV
DNA-Viren: Adeno, Herpes simplex, Varizella, CMV, EBV


2.durch Bakterien verursacht
häufigste Erreger bei Kindern: Meningokokken, Hämophilus influenzae
häufigste Erreger bei Erwachsenen: Pneumokokken, Meningokokken, Hämophilus influenzae, Listerien, Staphylokokken
Mycobacterium tuberculosis


Eine Meningitis kann auch  als unspezifische Reaktion auf bestimmte Impfstoffe (FSME, Meningokokken) auftreten.


Symptome :

  • Unspezifische Prodromalstadien
  • dann heftigste Kopfschmerzen
  • Nackensteifigkeit
  • Fieber
  • oft mit Bewußtseinstrübung,Lichtscheu,Übelkeit und Erbrechen,
  • Lasegue,Kernig,Brudzinski positiv


Diagnose: Klinik,Liquorpunktion

Therapie:

Bakteriell: Gabe von Antibiotika. Unbehandelt Letalität 50%
Viral: Bettruhe,keine spezifische Therapie

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Meningokokken Meningitis

Es handelt sich hierbei um eine Entzündung der Hirnhäute durch Meningokokken. Die Erkrankung ist äusserst ansteckend und wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit beträgt ca. 2-5 Tage.

Symptome:

  • plötzlicher Krankheitsbeginn mit hohen Fieber und Schüttelfrost
  • Starke Kopfschmerzen
  • Nackensteifigkeit
  • Opistothotonus: Es handelt sich um eine starke Muskelanspannung des Rückens und anderer Muskeln, die zu einem Überstrecken des Rückens führt. Damit versucht der Körper, jedwede Bewegung der Hirnhäute zu vermeiden.
  • Hyperästesie: die Patienten sind extrem empfindlich auf äussere Reize, wie Lärm oder Licht.
  • Krämpfe und Lähmungen
  • Benommenheit

Diagnose: diagnostische Zeichen wir Kernig, Brudzinski und Lasuegue sind positiv.

Komplikationen: Meningokokkensepsis: Hierbei kommt es zu Hautblutungen, ferner können Hirnnerven betroffen sein: Sehnerv(Nervus opticus), Gesichtsnerv(Nervus facialis) und Hörnnerv(Nervus akusticus)

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Mesenterialarterienverschluss

Die Mesenterialarterie versorgt einen grossen Teil des Darmes mit sauerstoffreichem Blut aus dem Herzen. Kommt es zu einem Verschluss dieser Arterie, wird der Darm nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und es kommt zum Infarkt.

Ursachen eines Verschluss oder einer Einengung können sein:
- Arteriosklerose
- in selten Fällen eine arterielle Embolie

Der Verschluss kann langsam vor sich gehen. Man unterscheidet hier mehrere Stadien.
1. Kommt es nur zu einer leichten Minderdurchblutung , sind in aller Regel keine Symptome auffällig
2. In diesem Stadium kommt es zu nahrungsabhängigen Schmerzen(nach dem Essen strömt vermehrt Blut und verursacht die Schmerzen
3. Es kommt zu Dauerschmerzen, die oft die Lokalisation wechseln und einem Malabsorptionssyndrom
4. Heftige Schmerzen mit beschwerdefreiem Intervall. Akuter Mesenterialarteienverschluss und -infarkt verursacht Schmerzen, Meteorismus, paralytischem Ileus, Durchwanderungsperitonitis mit akutem Abdomen

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