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Glossar

Begriff Definition
Amenorrhoe

 Von Amenorrhoe spricht man bei Ausbleiben oder Fehlen der Monatsblutung.

Man unterscheidet mehrere Formen:

1. Physiologische A.: Vor der Menarche, während der Schwangerschafr und der Laktations und nach dem Klimakterium
2.Pathologische A.:Hier bleibt die Regelblutung aufgrund organischer Fehlbildungen oder chromosomale Veränderungen aus
3.Sekundäre A.: Wenn die Regelblutung nach einem zunächst normalen Verlauf für über 6 Monate ausbleibt. Hier handelt es sich meist um eine funktionelle Störung

Bei folgenden Krankheiten kann es zu einem Ausbleibern der Blutung kommen:

  • Anorexia nervosa
  • Prolaktinom
  • Ovarialinsuffizient oder Ovarialtumore
  • Morbus Addison
  • Hyperthyreose
  • Hypothyreose
  • Diabetes mellitus
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Amniozentese

Die Amniozentese oder auch Fruchtwasseruntersuchung ist Teil der pränatalen Diagnostik. Hier kann zwischen der 15. und 17. Schwangerschaftswoche eine Fruchtwasseruntersuchung vorgenommen werden, um genetische Krankheiten des Ungeborenen aufzuspüren. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und Kontrolle durch Ultraschall und Hilfe einer dünnen Punktionsnadel wird eine Fruchtwasserprobe aus der Fruchtwasserblase entnommen.

Die in der Fruchtwasserprobe enthaltenen Zellen werden dann 2 Wochen kultiviert und anschliessend untersucht. Häufige Chromosomenabweichungen wie das Down-Syndrom oder angeborene Stoffwechselleiden können hiermit nachgewiesen werden.

Da das Risiko eines Kindes mit Down-Syndroms mit zunehmenden Alter der Mutter wächst, wird Frauen ab dem 35 Lebensjahr häufig eine Amniozentese empfohlen.

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Amöbiasis

Es handelt sich um eine von Amöben (Einzeller) verursachte Durchfallerkrankung. Sie gehrt zu den häufigsten Tropenkrankheiten und in den Tropen sind etwa 70% der Bevölkerung Amöbenträger.

Solange die Amöben nur im Darm vorkommen, spricht man von der nichtinvasiven Minutaform. Diese ist recht harmlos und wird von den Betroffenen oft gar nicht bemerkt. Bei der invasiven Magnaform können die Erreger jedoch in die Darmschleimhaut eindringen und so zu einer schweren Amöbenruhr führen.

Die Infektion mit den Amöben erfolgt über verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel(mit verunreinigtem Wasser gewaschen)

Symptome:

  • Himbeergeleeartige Durchfälle(Schleim und Blut)
  • später(nach Monaten!!) kann es zum Leberabszess kommen: mit Druckgefühl in der Lebergegend, subfebrilen Temperaturen
     

 
Therapie: Behandlung erfolgt in der Schulmedizin mit Amöbiziden

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Amphotericin B

Amphotericin B wird als Antimykotikum zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt.

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Amylase

 Amylase ist ein Enzym, welches in der Lage ist, Kohlenhydrate, wie Stärke,Zucker und andere Poly-und Oligosaccharide zu spalten. Das Enzym kommt in den meisten rohen Pflanzen vor und ist besonders hoch konzentriert in Süsskartoffeln, Mais, Gerste, Hafer, Reis und anderen Getreidearten. Auch in Pilzen, roter Beete, Bananen, Kohl, Eiern und rohem Honig ist sehr viel Amylase enthalten.
 

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Analgetica Nephropathie

 Es handelt sich um eine interstitielle Entzündung der Nieren, die durch einen Abusus phenazitinhaltiger Schmerzmittel, Paracetamol oder nichtsteroidale Antiphlogistica verursacht wird.

Die Medikamente blockieren die Synthese der gefässerweiternd wirkenden Prostaglandine. Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen und Nekrosen der Papillen der Niere.

Symptome: Im Frühstadium oft keine Symptome, eventuell Kopfschmerzen, Müdigkeit, leichte Anämie, Hautfarbe ist grau-bräunlich

Komplikationen: Papillennekrose, Tubulusschädigung mit herabgesetztem Konzentrationsvermögen, Niereninsuffizienz

Therapie: Absetzen der Medikamente

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Anämie

 Von einer Anämie spricht man, wenn die Hämoglobinkonzentration in den roten Blutkörperchen unter eine gewisse Grenze absinkt, oder die Erythrozytenzahl abnimmt.

Untenstehende Tabelle gibt Grenzwerte an, ab denen man von einer Anämie spricht.

 

Grenzwerte Frauen Männer
Hämoglobin <12,0g/dl <13,5g/dl
Erythrozyten <3,9Mio/mcl <4,3Mio/mcl
Hämatokrit <37% <40%
 

Die Ursachen der Anämie sind vielfältig. Deshalb teilt man die Anämien in verschieden Formen ein:

 

Formen Ätiologie
Aplastische Anämie
Vit. B12/Folsäure Mangelanämie
Eisenmangelanämie
Renale Anämie
 Bildungsstörung:Störungen bei der Bildung des
Hämoglobins, der DNS oder Störung
der erythropoetischen Stammzelle
Hämolytische Anämien Gesteigerter Erythrozytenabbau:Durch Störungen der Erythrozyten selber
oder extraerythrozytäre Faktoren(Medikamente,
Gifte, Infekte...)
Blutungsanämien Erythrozytenverlust:Blutungen(innerlich und äusserlich)
Hyperspleniesyndrom Verteilungsstörung: Sammlung des Blutes in der Milz
 
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anaphylaktischen Schock

Die Anaphylaxie (griechisch αναφυλαξία, allergische Reaktion) ist eine akute und pathologische Reaktionsweise des Immunsystems auf chemische Reize und betrifft den gesamten Organismus. Das Bild anaphylaktischer Reaktionen reicht von leichten Hautreaktionen, über Störungen von Organfunktionen,  bis zum anaphylaktischen Schock.

Es handelt sich um Überreaktionen des erworbenen Immunsystems. Dabei kommt es zu überschießender Freisetzung von Mediatorsubstanzen  wie z.B. Histamin durch Mastzellen und basophile Granulozyten, die durch die vermittelnde Wirkung spezieller Antikörper (Immunglobuline vom Typ IgE) verursacht werden kann.

Die Effekte der freigesetzten Mediatoren sind

  1. erhöhte Gefäßpermeabilität (Durchlässigkeit der Gefäßwände)
  2. Vasodilatation (Weitstellung von Gefäßen) und
  3. Bronchospasmus (Engstellung von Bronchien).

 

Hieraus resultieren folgende 

Symptome:

  • Allgemeinsymptome wie Schwindel, Kopfschmerz
  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Urtikaria, Flush
  • Mit zunehmender Schwere kommt es zu einem Blutdruckabfall und Tachykardie(Pulsanstieg), oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • später kann es zu einem Krampf der Bronchien (Brochpospasmus) und ausgeprägtem Schock kommen. Es besteht Gefahr von Atem-und Kreislaufstillstand.

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Anaphylaktischer Schock

Die Anaphylaxie (griechisch αναφυλαξία, allergische Reaktion) ist eine akute und pathologische Reaktionsweise des Immunsystems auf chemische Reize und betrifft den gesamten Organismus. Das Bild anaphylaktischer Reaktionen reicht von leichten Hautreaktionen, über Störungen von Organfunktionen,  bis zum anaphylaktischen Schock.

Es handelt sich um Überreaktionen des erworbenen Immunsystems. Dabei kommt es zu überschießender Freisetzung von Mediatorsubstanzen  wie z.B. Histamin durch Mastzellen und basophile Granulozyten, die durch die vermittelnde Wirkung spezieller Antikörper (Immunglobuline vom Typ IgE) verursacht werden kann.

Die Effekte der freigesetzten Mediatoren sind

  1. erhöhte Gefäßpermeabilität (Durchlässigkeit der Gefäßwände)
  2. Vasodilatation (Weitstellung von Gefäßen) und
  3. Bronchospasmus (Engstellung von Bronchien).

 

Hieraus resultieren folgende 

Symptome:

  • Allgemeinsymptome wie Schwindel, Kopfschmerz
  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Urtikaria, Flush
  • Mit zunehmender Schwere kommt es zu einem Blutdruckabfall und Tachykardie(Pulsanstieg), oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • später kann es zu einem Krampf der Bronchien (Brochpospasmus) und ausgeprägtem Schock kommen. Es besteht Gefahr von Atem-und Kreislaufstillstand.

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anaphylaktoide Reaktionen

Die Anaphylaxie (griechisch αναφυλαξία, allergische Reaktion) ist eine akute und pathologische Reaktionsweise des Immunsystems auf chemische Reize und betrifft den gesamten Organismus. Das Bild anaphylaktischer Reaktionen reicht von leichten Hautreaktionen, über Störungen von Organfunktionen, bis zum anaphylaktischen Schock.

Symptome:

  • Allgemeinsymptome wie Schwindel, Kopfschmerz
  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Urtikaria, Flush
Mit zunehmender Schwere kommt es zu einem Blutdruckabfall und Tachykardie(Pulsanstieg), oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen, später kann es zu einem Krampf der Bronchien (Brochpospasmus) und ausgeprägtem Schock kommen. Es besteht Gefahr von Atem-und Kreislaufstillstand (Anaphylaktischer Schock)

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Andorn, gemeiner

Andorn

Familie: Labiatae (Lippenblütler)
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Cholin, ätherische Öle, Saponine, Glycoside, Gerbstoffe
Medizinische Eigenschaften: auswurffördernd, fiebersenkend, reguliert die Menstruation

 
Der Andorn kommt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und man findet ihn nur sehr selten bei uns, da es hier zu kalt ist. Schon seit Jahrtausenden wird der Andorn wegen seiner Heilkräfte geschätzt. In Ägypten wurde er bei Atembeschwerden eingesetzt, bei den Griechen gegen Menstruationsproblemen. Im Mittelalter verwendete man auch Andornsalben zur Förderung der Milchsekretion bei Frauen.
Die Pflanze enthält den Bitterstoff Marrubiin, der auswurffördernd auf die Atemwegsdrüsen wirkt. Deshalb wird er auch noch heute gerne bei der Behandlung von trockenem Reizhusten, chronischer Bronchitis und Asthma angewandt. Ferner regt der Bitterstoff die Lebertätigkeit an.

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Anis
Lateinisch Pimpinella anisum
Familie Apiaceae(Umbelliferae)/Doldengewächse
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen ursprünglich aus dem Orient, angebaut in Europa, Asien und Russland
Indikation dyspeptische Beschwerden
  Blähungen
  auswurffördernd
Wirkung sekretionsanregend auf Milchdrüsen durch Tee und Kompressen
  Magen-/darmentspannend
  carminativ
  expectorierend mit leicht sedativer Wirkung
  spasmolytisch
Inhaltsstoffe ätherisches Öl, fettes Öl, Cholin, Schleim
Kontraindikation keine bekannt

 Gehört zur Familie der Doldenblütler. Der Name stammt vermutlich von Piperinella, der lateinische Name für Pfefferkraut. Die etwa 50 cm hohe Pflanze mit ungeteilten Grundblättern und weissen Blütendolden. Die Früchte sind graugrün und zerfallen in zwei Teilfrüchte. Die Heimat des Anis vermutet man im östlichen Mittelmeerraum oder Westasien.

Geschichte:Anis wurde schon im Altertum von Dioskorides hoch geschätzt und gegen den Biß wilder Tiere und als Aphrodisiakum verwendet.

Inhaltsstoffe:Anis enthält ätherische Öle, die für den aromatischen und süßlichen Geschmack verantwortlich sind.

Anwendung:Wird bei Husten zur Linderung eingesetzt und kann gut bei Magen und Darmbeschwerden eingesetzt werden. Traditionell wird Anis auch bei Menstruationsbeschwerden und zur Anregung des Milchflusses eingesetzt.

Wirkung:Anis wirkt schleimlösend, fördert den Auswurf und löst Krämpfe.

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Antigen

Antigene (engl. für Antibody generating) sind Stoffe, an die sich Antikörper und bestimmte Lymphozyten-Rezeptoren spezifisch binden können (die Bezeichnung davon, dass sie im Körper die Produktion von Antikörpern anregen können).

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Antigene

Antigene (engl. für Antibody generating) sind Stoffe, an die sich Antikörper und bestimmte Lymphozyten-Rezeptoren spezifisch binden können (die Bezeichnung davon, dass sie im Körper die Produktion von Antikörpern anregen können).

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Antikörper

Antikörper, auch Immunglobuline genannt,  sind Proteine (Eiweiße) aus der Klasse der Globuline, die in Wirbeltieren als Reaktion auf bestimmte eingedrungene Fremdstoffe, wie z.B. Bakterien (als Antigene bezeichnet) gebildet werden. Sie dienen der Abwehr dieser Fremdstoffe.

Die spezifische Bindung von Antikörpern an die Antigene bildet einen wesentlichen Teil der Abwehr gegen die eingedrungenen Fremdstoffe. 

Antikörper werden von einer Klasse von weißen Blutzellen, d.h. zu Effektorzellen differenzierten B-Zellen (=Plasmazellen), abgesondert. Sie kommen im Blut und in der extrazellulären Flüssigkeit der Gewebe vor.

Sie "erkennen" meist nicht die gesamte Struktur des Antigens, sondern nur einen Teil desselben, die sogenannte antigene Determinante (das sogenannte Epitop). 

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