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Glossar

Begriff Definition
Skoliose

Mit Skoliose bezeichnet man eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, wobei es zur Verdrehung und Versteifung einzelner Wirbel kommen kann.

Man unterteilt die Skoliose in mehrere Formen ein, je nach Art und Ausprägung der Krümmung.

Skoliosen sind entweder angeboren oder entwickeln sich durch Rachitis,Traumen, Entzündungen, Metastasen der Wirbelsäule. Auch unterschiedliche Beinlängen , Muskel und Bindegeebserkrankungen können eine Skoliose verursachen.

Therapie: klassisch mit Krankengymnastik, in schweren Fällen OP

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Skorbut

 Mit Skorbut, auch Scharbock genannt bezeichnet man einen Mangel an Vitamin C. Da Vitamin C wichtig für die Kollagensynthese ist , kommt es zu Störungen in der Bindegewebssynthese, vermehrter Fragilität der Blutgefässe und damit verbundenen Blutungen, verzögerter Wundheilen, Rückgang des Zahnfleisches mit Entzündung und Ausfall der Zähne.

Tritt bei Kindern ein Vitamin C Mangel auf, kommt es zudem zu Knochenwachstumsstörungen. Ursache ist hier meist eine einseitige Ernährung ohne Obst und Gemüse. Die Krankheit wird auch Möller-Barlow -Krankheit genannt.

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Skotom

Beim Skotom handelt es sich um ein Gesichtsfeldausfall. Hierbei werden innerhalb des Gesichtsfeldes bestimmte Gegenstände nicht oder nur abgeschwächt gesehen. Man unterscheidet relatives(Objekte sind abgeschwächt), absolutes(Objekte sind nicht sichtbar), subjektives(vom Patienten bemerkbar) und objektives(nur bei Untersuchung bemerkbar) Skotom

Skotome können bei verschiedenen Augenkrankheiten vorkommen, wie z.B. Glaukom, Entzündungen des Sehnerves.

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Slippery Elm (Ulmus rubra)

Ulmus rubra ist ein aus Nordamerika stammender Baum. Es wurde von den Indianern schon seit Jahrtausenden als Naturheilmittel eingesetzt. Die Inhaltsstoffe der Rinde sind schleimlösend und man verwendete es bei Halsschmerzen. Auch bei Hautkrankheiten wurde es mit Erfolg wegen seiner beruhigenden Wirkung dort eingesetzt.

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Sojabohne (Glycine max)


Die Sojabohne kennt man schon mindestens 5000 Jahre. Die ersten Aufzeichnungen findet man in China, wo die Sojabohne(lateinisch Glycine max) in ihrer wilden Form kultiviert wurde. Die Sojabohnen wurden in der chinesischen Kultur so wichtig, daß ein chinesischer Herrscher Namens Sheng-Nung, die Sojabohne mit zu den heiligen Getreiden zählte. Zusammen mit Reis, Gerste, Weizen und Hirse zählte sie zu den Grundnahrungsmitteln der chinesischen Bevölkerung. Vor 2300 Jahren wurde die Sojabohne zum zweitwichtigsten Anbaugut der Chinesen.

In dieser Zeit entwickelte sich auch die Kunst der Tofuherstellung. Die Idee zur Tofuherstellung kam wahrscheinlich durch einen Zufall zustande. Man sagt, daß ein Koch einen Topf mit pürierten Sojabohnen mit Nigari (wird aus Meerwasser gewonnen) würzen wollte und es dadurch zur Ausflockung der Milch kam. Preßt man diese geronnenen Bestandteile , erhält man Tofu. Manche behaupten auch, die Tofuherstellung sei von buddhistischen Mönchen entwickelt worden. Wir werden es wahrscheinlich nicht mehr erfahren.

Mit der Zeit wurden dann immer mehr Sojazubereitungen entwickelt. In Asien gibt es neben den bekannten, wie Sojamilch, Sojasauce, Tempeh, Miso, hunderte von verschiedenen Rezepten aus der Sojabohne

Ein universelles Lebensmittel

In Asien breitete sich der Sojaanbau rasch aus und die Bohnen waren schon sehr bald auch in ganzen Ostasien zu finden. Aber erst im 17 Jahrhundert kam die Sojabohne(manche behaupten auch etwas früher) kam die Sojabohne über Vorderindien, Nordafrika nach Europa. Man nimmt an, christliche Missionare haben die Sojabohne auf ihren Reisen mitgebracht.

 

In die USA gelangte die Bohne erst 1829 mit chinesischen Immigranten. Sie war damals aber nur bei der chinesischen Bevölkerung bekannt und wurde erst durch Benjamin Franklin aus ihrem Schattendasein gehoben , der sie angeblich! aus Frankreich mitgebracht haben soll. Der Siegeszug der Sojabohne begann in der westlichen Welt sehr langsam. In Europa führte man im 19 Jahrhundert noch eine Reihe Anbauversuche durch, um den Ertrag zu steigern, aber große Mengen wurden nicht produziert. Erst im 20 Jahrhundert wurde die Sojabohne zu einem Welt Nahrungsmittel.

Während man Anfang des Jahrhunderts kaum 1 Million Hektar Anbau Fläche zählte, nahm diese 1950 auf 16 Millionen zu und 1993 zählte man schon 56 Millionen Hektar. Das entspricht der 1 ½ fachen Größe Deutschlands! Der größte Anbauer heute ist die USA. Sie produzieren mehr als 90% aller Sojabohnen.

Eine der interessantesten Inhaltsstoffe der Sojabohne sind wohl die Isoflavone. Es handelt sich hier um Pflanzenhormone(Phytoöstrogene), die wie menschliche Östrogene wirken. Auffalend ist, dass die asiatische Bevölkerung keine Wechseljahresbeschwerden kennt und bestimmte Krebsarten auch sehr viel geringer sind als in Europa. Man führt dies auf die Wirkung der Isoflavone zurück.

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Somnolence
Somnolence (or "drowsiness") is a state of near-sleep, a strong desire for sleep, or sleeping unusually long periods. It has two distinct meanings, referring both to the usual state preceding falling asleep, and the chronic condition referring to being in that state independent of a circadian rhythm.
Somnolenz

Somnolenz bezeichnet eine Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit als leichtere Form der Bewusstseinstrübung. Der Patient ist hier jedoch jederzeit weckbar.

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Sonnenhut (Echinacea Purpurea)

 

Lateinisch Echinaceae radix/herba
Familie Asteraceae/Korbblütler
Wirkstoffgruppe Flavonoid Droge/Polysaccharid Droge
Vorkommen Nordamerika
Indikation Erkältungskrankheiten
  Erkrankungen der Harnwege
  Grippe
  Furunkel
  Eiterungen
Wirkung Immunsystem stärkend
  antibiotische Eigenschaften
  verhindert Infektionen, entzündliche Prozesse der Haut
Inhaltsstoffe Polysaccharide, Echinacosid
Kontraindikation Leukosen, Kollagenosen, Tuberkulose, MS

 

Botanische Beschreibung: Es handelt sich um eine bis zu 2,5 m hohe Pflanze mit breit, eiförmigen Laubblättern und 10 bis 15 cm breiten Blütenköpfen von purpurner Farbe. Heimisch ist sie in den mittleren und östlichen Staaten der USA und wächst dort vor allem an Abhängen, in Dickichten und sommergrünen Laubwäldern.

Wirkung und Anwendung: Echinacea wird hauptsächlich zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte eingenommen, z.B. zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten und grippale Infekte. Äußerliche Anwendung findet es zudem bei Wunden und entzündlichen Hauterkrankungen.

Als Prophylaxe: tgl. morgens 50 Tropfen der Tinktur  für 3 Wochen, dann 2 Wochen Pause, da sonst Gewöhnung eintritt

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Sonnentau (Drosera rotundifolia)
Lateinische Droge Droserae herba
Familie Droseraceae/Sonnentaugewächse
Wirkstoffgruppe Diverse Wirkstoffe
Vorkommen Europa
Indikation Krampf-und Reizhusten
Wirkung antitussiv
  bronchospasmolytisch
Inhaltsstoffe Naphtochinonderivate, Quercetin 
Kontraindikation keine bekannt
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Sorbitol
Sorbitol oder Sorbit ist ein Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff, Trägerstoff bzw. Süßungs- oder Feuchthaltemittel in vielen industriell hergestellten Lebensmitteln verwendet wird. Bei einer Sorbitunverträglichkeit ist die Verwertung von Sorbit im Dünndarm ganz oder teilweise aufgehoben. Dann spricht man auch von einer Sorbitmalabsorption. Menschen mit Fruktoseintoleranz dürfen Sorbit nicht zu sich nehmen, da Sorbit im Körper wie Fruktose (Fruchtzucker) verstoffwechselt wird. Ist eine Sorbitunverträglichkeit, auch Sorbitintoleranz genannt, beziehungsweise eine Fruktoseintoleranz diagnostiziert, sollte man Produkte meiden, deren Hauptanteil aus dem Zuckeraustauschstoff Sorbit besteht, insbesondere Diabetikernahrungsmittel und Diät-/Lightprodukte. Besonders ist hier darauf zu achten, dass in fast allen herkömmlichen Zahnpflegemitteln, zahnpflegenden Kaugummis und Lutschpastillen Sorbit enthalten ist.
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Spierblume (Filipendula ulmaria)
Lateinisch Spireae flos
Familie Rosaceae/Rosengewächse
Wirkstoffgruppe Phenolglycosid Droge
Vorkommen Europa
Indikation Gicht
  Rheuma
  Steinbeschwerden
Wirkung antirheumatisch
  adstringierend
  harntreibend
Inhaltsstoffe Salicylsäure, Glycoside
Kontraindikation keine bekannt
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Spirulina

Spirulina ist eine ganz besondere Bakterienart(keine Alge), die ursprünglich aus Mexiko kommt. Sie wächst dort in Seen der Hochebene. Spirulina ist sehr reich an Gamma-Linolensäure(kommt z.B. auch in der Nachtkerze vor). Es enthält alle essentiellen Aminosäuren und hat einen hohen Gehalt an natürlichem Beta-Carotin. Chlorella ist im Gegensatz zu Spirulina kein Bakterium, sondern gehört zu den Algen. Beide sehen jedoch sehr ähnlich aus und man kann sie kaum unterscheiden

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Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
 
Lateinisch Planataginis foium
Familie Plantaginaceae/Spitzwegerichgewächse
Wirkstoffgruppe Schleimstoff-Droge
Vorkommen Europa
Indikation Katarrhe der oberen Luftwege
  Entzündungen im Mund und Rachenraum
Wirkung Muzilaginosum
  Expectorans
  wundheilend
Inhaltsstoffe Aucubin, Schleimstoffe 
Kontraindikation keine bekannt

 

Die Wegerichgewächse sind mit über 200 Arten über die ganze Welt verbreitet. Ihr Artname ist vom lateinischen planta = Fußsohle abgeleitet, weil die Form bei einigen Arten knapp über de Boden liegender Blätter einem Füssabdruck ähnlich ist. Die Wurzeln bilden spitzigschmale 20-30 cm lange, in der Länge genervte derbe Blattspreiten, die knapp über dem Boden ein liegende oder teilweise stehend Rosette bilden. Die grundständigen Blattstiele sind wollig behaart. Längliche oder kugelige bräunliche Blütenquasten stehen auf bis zu 50 cm langen, aufrechten, blattlosen, furchigen Stielen. Sie wächst hauptsächlich in kühl- gemäßigten Zonen und ist somit fast Weltweit verbreitet. Heimisch ist sie in Europa, Nord- und Mittelasien wurde aber auch in Nordafrika, Nordamerika, Brasilien, Chile, Australien, Neuseeland und Ceylon eingeschleppt. Auf Wiesen, Weiden, Schutthaufen wächst der Wegerich besonders gut und ist bis zu einer Höhe von 2500 m über dem Meeresspiegel in den Alpen anzutreffen.

Wirkung und Anwendung
: Die noch wenig bekannten Wirkstoffe bestehen aus Schleimen, Gerbstoffen, Mineralsalzen, Aucubin und organischen Säuren und wie neuere Forschungen gezeigt haben auch aus antibiotschen Substanzen. Der Spitzwegerich ist eine geschätzte Heilpflanze und diente Jahrhundertelang als blutstillendes Mittel bei innerlichen und äusserlichen Blutungen.

Häufig wurde Wegerich bei Stichen von Skorpionen, Wespen und Bienen sowie bei Bißwunden wilder Tiere, ja sogar (von Indianern berichtet) bei Bissen giftiger Schlangen angewendet. Heute wird der Spitzwegerich vorwiegend bei Katarrhen der Atemwege, bei Husten, Heiserkeit, Keuchhusten, Bronchitis und Asthma, sowie vereinzelt auch bei Infektionen de Harnwege angewendet.

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Splenektomie

Splenektomie bezeichnet die operative Entfernung der Milz, zum Beispiel wegen einer Milzruptur oder bei bestimmten Blut- und Stoffwechselkrankheiten.

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Steinkleekraut (Melilotus officinalis)

 

Lateinische Droge Meliloti herba
Familie Fabaceae/Schmetterlinngsblütler
Wirkstoffgruppe Cumaringlycosid Droge
Vorkommen Europa
Indikation Hamorrhoiden
  venöse Insuffizienz
  Wadenkrämpfe, Juckreiz, Schweregefühl in den Beinen
  Ödeme
Wirkung antiödematisch
  antiphlogistisch
  Beschleunigung der Wundheilung
Inhaltsstoffe Cumarine, Flavonoide
Kontraindikation keine bekannt

 

Sie ist auch besser unter dem Namen Honigklee bekannt und wird vor allem zur Verbesserung der Blutströmung, zur Linderung von nächtlichen Wadenkrämpfen, Juckreizen, Venenschwäche und Schweregefühlen in den Beinen genutzt. Die Wirkkraft ist vor allem dem Wirkstoff Cumarin und ähnliche Verwandten zu verdanken.

Botanische Beschreibung
: Die Pflanze besitzt eine gelbe, traubenförmige Blüte und kommt hauptsächlich in den gemäßigten Zonen vor, wo sie an Wegrändern, Schottergegenden, Schuttplätzen und Bahndämmen anzutreffen ist.

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