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Glossar

Begriff Definition
Trypsin
Trypsin ist ein Verdauungsenzym, welches Eiweisse spalten kann. Es wird als inaktive Vorstufe im Pankreas produziert und als Trysinogen in das Duodenum abgegeben. Im Duodenum wird dann mittels Enteropeptidase ein Peptid abgespalten und das Enzym damit in das aktive Trypsin umgewandelt.

Die Wirkung von Trypsin ist bei einem alkalischen ph-Wert von 7,5-8,5 optimal.
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TSH

TSH ist die Abkürzung für Threodeastimulierendes Hormon. Es wird im Hypophysenvorderlappen hergestellt und regt die Schilddrüse zur Produktion von Schildrüsenhormonen, zum Wachstum der Follilkel und zum Einbau von Jod an. Bei einem hohen Niveau an T3 wird die Ausschüttung von TSH gedrosselt. Die Produktion wird ferner durch das TRH (Thyreo releasing hormon)aus dem Hypothalamus angeregt.

Niedrige TSH-Werte sind Anzeichen einer Überfunktion der Schilddrüse, hohe Werte sprechen für eine Unterfunktion der Schilddrüse.

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Tubengravidität

Mit Tubengravidität bezeichnet man die Eileiterschwangerschaft. Hierbei nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter ein, sondern im apullären Teil des Eileiters ein.

Nach wenigen Tagen kommt es hier meist zum Tubarabort mit Ausstossung der Frucht in die Bauchhöhle.

Besteht die Schwangerschaft länger, kann es auch zur Tubaruptur kommen. Hierbei perforiert der Eileiter und es kommt zu einer lebensbedrohlichen Blutung in die Bauchhöhle.

Symptome:

  • starke, plötzlich einsetzende Schmerzen,
  • Schock(wegen Blutverlust)

Therapie: sofortige Operation

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Tubenkatarrh
Es handelt sich um eine Tubenfunktionsstörung, die durch den Verschluss der Ohrtrompete(Verbindung Mittelohr Nasenrachenraum) verursacht wird. Zum Verschluss kann es durch adenoide Vegetationen, Schleimhautschwellungen bei Schnupfen , Sinusitis, Halsentzündung oder Allergie kommen.

Symptome:

  • bei der akuten Verlaufsform kommt es zu einem Druckgefühl im Ohr (Gefühl wie Glocke), häufig mit Schmerzen und verminderter Hörleitung. Im Mittelohr kommt es zu einem Unterdruck, da die Luft resorbiert wird. Dies führt zu den genannten Schmerzen.
  • bei der chronischen Verlaufsform kommt es zu einer Veränderung der Schleimhaut im Mittelohr. Dies führt zur Vermehrten Schleimproduktion mit Eindicken.

 
Therapie: Tubenkatarrhe werden oft mit abschwellenden Nasentropfen behandelt. Bei häufiger Behandlung besteht die Gefahr der Rückbildung bzw. Zerstörung  der Schleimhaut. Eine naturheilkundliche Behandlung sollte vorgezogen werden, um Rezidive zu verhindern.

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Tularämie
Bei der Tularämie handelt es sich um die sogenannte Hasenpest, einer Nagetierseuche, die auf den Menschen übertragbar ist. Erreger ist das Bakterium Francisella tularensis

Symptome:

  • äussere Form: Der Erreger tritt durch Verletzungen der Haut oder Schleimhaut ein und führt zur Bildung von Geschwüren oder blauroten Knoten. Hinzu kommen Lymphknotenschwellungen, eine Lymphangitis und eventuell Fieber
  • inner Form: Der Erreger kann in die Blutbahn geraten oder inhaliert werden. Hier kommt es dann zur Erkrankung der Lunge oder des Darmes(typhusähnlich).
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Tumor-Nekrose-Faktor
Beim mit TNF abgekürzten Tumor-Nekrose-Faktor handelt es sich um ein Zytokin(interzellulärer Mediator), das von Makrophagen, Lymphozyten und Mastzellen gebildet wird und andere Zellen aktivieren kann. Auf Tumorzellen wirkt es zytolytisch und zytostatisch.

Ferner hat es Einfluss auf die Immunabwehr, die Wundheilung, Entzündungen, die Neubildung von Gefässen, Eiweiss-und Fettstoffwechsel
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Tumorantigene
Tumorantigene sind Antigene , die man auf der Oberfläche oder in Tumorzellen findet. Antikörper können mit diesen Antigenen reagieren und damit immunologische Reaktionen hervorrufen.

Tumorantigene im Serum können zu diagnostischen Zwecken herangezogen werden und dienen als Tumormarker.
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Tumormarker

Unter Tumormarkern versteht man Substanzen, die auf das Vorliegen, den Verlauf bzw. die Prognose einer bösartigen Erkrankung hinweisen. Man unterteilt sie in zelluläre und humorale Tumormarker.

Zelluläre Tumormarker:
Hier handelt es sich um Tumorantigene, die auf der Zellmembran zu finden sind, ferner Rezeptoren, Zellmarker sowie genetisch veränderte Zellen

Humorale Tumormarker:
Diese werden vom Tumor produziert oder werden beim Zerfall von Krebszellen frei. Aber auch vom Körper gebildete Stoffe(Antikörper) zählen zu den humoralen Tumormarkern. Sie sind in Körperflüssigkeiten nachweisbar.

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Turgor
Mit Turgor bezeichnet man in der Medizin den Spannungszustand deines Gewebes. Dieser Spannungszustand ist vom Flüssigkeitsgehat es Gewebes abhängig.
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Typhlitis
Mit Typhlitis bezeichnet man eine Entzündung des Caecums, also des eigentlichen Blinddarmes. Sollte nicht verwechselt werden mit Appendizitis. Hier handelt es sich um eine Entzündung des Wurmfortsatzes.

Wie bei der Appendicitis kommt es zu Schmerzen und Druckgefühl in der rechten Ileozökalgegend.
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Typhus abdominalis

Beim Typhus abdominalis handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die zu typischen Veränderungen am lymphatischen Apparat des Dünndarmes führt.

Die Krankheit kommt vor allem in Ländern der 3. Welt vor und wird durch den Erreger Salmonella typhi  über Lebensmittel und Wasser übertragen.

Symptome:

  • Stadium 1: treppenförmiger Fieberanstieg, das etwa 1 Woche andauert. In diesem Stadium hat der Patient zu Beginn noch Verstopfung.
  • Stadium 2: Das Fieber geht in eine Kontinua über. Der Patient fühlt sich benommen. Hinzu kommen eine Leukopenie, Splenomegalie(Milzschwellung) und Bradykardie und die typ. Typhuszunge(gräulich-gelb belegt). Jetzt treten auch die Typhus-Roseolen auf und es kommt zum erbsbreiförmigen Stuhl. Dauer ca. 2 Wochen
  • Stadium 3: In diesem Stadium kann es zu Organmanifestationen kommen. Häufig sind Ulzera des Darmes mit Blutungen oder Perforationen. Ferner Peritonitis, Myokarditis, Meningitis, Milzruptur, Cholezystitis und Cholangitis. Dauer ca. 2-5 Wochen
  • Stadium 4: Jetzt lassen die Krankheitserscheinungen nach. Der Patient entwickelt eine lebenslange Immunität. Gefahr von Dauerausscheidern besteht.

 
Therapie: Die Behandlung erfolgt schulmedizinisch mit Antiobiotika. Chloramphenicol gilt als sehr wirksam, sollte aber aufgrund seiner massiven Nebenwirkungen gegen mögliche Risiken abgewogen werden.

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Uhrglasnägel

Es handelt sich um grosse, nach oben gewölbte Nägel. Ursache ist eine Minderversorgung der Endglieder mit Sauerstoff. Uhrglasnägel treten demnach vor allem bei Lungenerkrankungen, wie Lungenfibrose, Bronchiektasen, Lungentuberkulose, Lungenkarzinom und Herzfehlern, auf.

Häufig finden sich gleichzeitig auch Trommelschlegelfinger. Hierbei sind die Fingerendglieder verdickt.

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Ulcus cruris

Das Ulcus cruris oder auch Unterschenkelgeschwür genannt tritt vor allem an der medialen Knöchelseite auf. Ursachen sind in aller Regel chronisch venöse Insuffizienzen. In seltenen Fällen können auch arterielle Verschlusskrankheiten, wie Periarteriitis nodosa, diabetische Makro- und Mikroangiopathie und Vaskulitiden für ein Ulcus cruris verantwortlich sein.

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Ulcus molle
Die als weicher Schanker bekannte Geschlechtskrankheit kommt vor allem in Afrika, Lateinamerika und Südostasien vor. Sie wird durch den Erreger Haemophiluy ducreyi übertragen und führt nach spät. 3 Tagen nach der Infektion zu Geschwüren an den Geschlechtsorganen.Besonders betroffen sind grosse und kleine Labien, Glans penis und Frenulum.

Symptome:

  • zackige, rund-ovale, weiche Geschwüre. Meist sehr schmerzhaft
  • Schmerzhafte Schwellung der Leistenlymphknoten, die durch die Haut  brechen können.
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Ulkuskrankheit

Man unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedene Ulkuskrankheiten. Das Ulcus duodeni und das Ulcus ventriculi, während ersteres etwa 3 mal häufiger auftritt.

Ursachen und Ätiologie:

  • starke Stressereignisse, wie Traumen, Verbrennungen, Operationen, Hirntraumen
  • Genetische Faktoren: Besonders Menschen mit Blutgruppe 0 sind von Duodenalgeschwüren betroffen
  • Helicobakter pylori Gastritis

Ein Ulkus tritt praktisch nur auf, wenn ein Missverhältnis zwischen schützenden und aggressiven Faktoren vorliegt, d.h. wenn zuviel Salzsäure produziert wird und die Schleimhautproduktion dafür nicht ausreicht. Stress, Rauchen und nicht-steroidale Antirheumatika.

Symptome Ulcus duodeni(Dünndarmgeschwür):

  • Nüchternschmerzen im Epigastrium
  • Auch Schmerzen nachts
  • Schmerzen werden durch Nahrungsaufnahme gebessert

Symptome Ulcus ventriculi(Magengeschwür):

  • Sofortschmerz nach Nahrungsaufnahme, manchmal aber auch Nüchternschmerz

Komplikationen: bei vielen Patienten wird ein Ulcus erst durch akute Ereignisse symptomatisch. Es kommt zu Blutungen, in seltenen Fällen zu einer Perforation des Magens oder des Dünndarms. Hier besteht absolute Lebensgefahr, die eine sofortige Operation erfordert.

Therapie: Ernährungsumstellung(keine schweren Mahlzeiten, leichte kleine Mahlzeiten), Stressabbau, Alkohol und Nikotin einschränken, Weglassen ulkusauslösender Medikamente.
Eine homöopathische Behandlung ist zu empfehlen.

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