Berberitze

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Term Definition
Berberitze

 

Lateinisch Berberis fructum, Berberis vulgaris
Familie Berberidaceae/Sauerdorngewächse
Wirkstoffgruppe Alkaloid-Droge
Vorkommen Europa
Indikation Nierenfunktionsschwäche
  Hypertonie
  Fieber
  Ikterus
Wirkung harntreibend
  fiebersenkend
  adstringierend
  cholagog
Inhaltsstoffe Alkaloide, Bitterstoffe
Kontraindikation    keine bekannt

Anmerkung:
häufiger als die Früchte verwendet man die Rinde der Berberitze, Berberidis cortex, die gallenflussanregend, entzündungshemmend und stoffwechselanregend wirkt

Die Berberitze findet man heute überall in Europa. Es handelt sich um einen Busch mit kleinen roten Früchten, welche ein leicht säuerlichen Geschmack haben. Die Früchte sind essbar und können als Marmelade oder Gelee verarbeitet werden.
Der Name Berberis kommt ursprünglich aus Arabien und bedeutet soviel wie Muschelschale. Dies beruht wahrscheinlich darauf, weil die Fruchtschale innen wie eine Muschelschale schillert. Aus der Berberitze kann man ein bitteres Magentonikum gewinnen, das sich gut bei Leberfunktionsstörungen eignet und die Verdauungskräfte stärkt. Auch zur Behandlung von Gelbsucht und Gallenbeschwerden wird es mit Erfolg verwendet. Traditionell wurde die Berberitze auch wegen seiner antientzündlichen und antimikrobiellen Wirkungen eingesetzt. Vor allem bei Fieber, arthritischen Beschwerden und Rheuma zeigt es eine gute Wirkung.
Diese Fähigkeiten der Berberitze weisen darauf hin, daß die Pflanze vermutlich starke COX-2 Hemmer enthält. Berberin, der Hauptbestandteil der Berberitze wurde in mehreren Studien untersucht und man konnte tatsächlich eine COX-2 Hemmung nachweisen. Berberin zeigte sich besonders bei der Bekämpfung von Krebszellen erfolgreich. Es induzierte den vorzeitigen Zelltod(Apoptose) von Leukämiezellen und konnte die Bildung von Hauttumoren hemmen. Neben Berberin kommen in der Berberitze auch andere Stoffe vor( wie z.B. Oxyacanthine, Berbamine), die alle antientzündliche Wirkungen aufweisen. Bulgarische Wissenschaftler konnten nachweisen, daß die Wirkungen aller Inhaltstoffe zusammen jedoch stärker sind, als die einzelnen Komponenten alleine.
Aber nicht nur die Berberitze enthält den Stoff Berberin. Man kennt heute mehr als zwanzig Pflanzenarten, die alle Berberin enthalten. In China kennt man zum Beispiel Huang Lian, die chinesische Perlenschnur. Sie weißt auch einen sehr hohen Gehalt auf.

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