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Glossar

Begriff Definition
Apallisches Syndrom

Mit apallischen Syndrom bezeichnet man einen Funktionsausfall der Grosshirnrinde. Man nennt es deshalb auch Dezerebrationssyndrom. Ursachen sind Schädelhirntraumen, Schock, Intoxikationen.

Symptome:

  • Patienten sind bewusstseinsgestört: es kommen verschieden Arten von Koma vor. Typisch ist das Coma vigile, bei dem der Patient wach ist, jedoch keine sinnvollen Reaktionen zeigt.
  • Pathologische Reflexe: Pyramidenbahnzeichen(Babinski), Greifreflexe,
  • Rigor, Hypertonie, evtl. Streckkrämpfe durch Vorherrschen der Kleinhirninnervation.
  • Störung der Atmung und Temperaturregelung
     

Patienten müssen intensivmedizinisch überwacht werden. Es kann zu spontanen Remissionen kommen. Gefahr besteht durch Infektionen, die häufig einen letalen Ausgang nehmen.

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APGAR

APGAR-Schema zur Beurteilung der postnatalen Adaptation:

  0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte
Aussehen blass oder zyanotisch Stamm rosig, Akrozynose rosig
Puls keiner <100/min > 100/min
Gesichtsmimik bei Stimulation keine Grimassieren Schreien
Aktivität schlaff geringe Extremitätenflexion aktiv
Respiration keine langsam, unregelmässig regelmässig, kräftig


Der Apgar-Wert wird 1, 5 und 10 Minuten nach der Geburt bestimmt. Max. erreichbare Punktzahl ist 10/10/10 bei guter Gesundheit des Neugeborenen.

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Aphasie

Unter Aphasie wird der teilweise oder völlige Sprachverlust nach bereits erworbener Sprache verstanden. Ursache sind hirnorganische Schädigungen verschiedenster Art wie z. B. Schädel-Hirn-Traumen, Hirntumoren, Durchblutungsstörungen, Entzündungen oder Blutungen.

Davon zu unterscheiden sind Sprachstörungen bei Kindern durch psychosozialer Benachteiligung. Durch seine Vernachlässigung durch die Bezugspersonen erlernt das Kind  gar nicht erst die Sprache , so daß es zu einer Sprachentwicklungsstörung kommt.
Eine Aphasie setzt immer voraus, daß die Sprache bereits erlernt war und durch eine Erkrankung gestört wurde.
 

Man unterscheidet mehrere Formen der Aphasie:

  • Globale Aphasie = gr. Linkstemporale Schädigung
  • Broca Aphasie = gestörter Sprachfluss, kurze Äußerungen, Paraphrasien (z.B. Bleistift=Beilstift),
    Sprachverständnis ist aber o.k
  • Wernicke Aphasie = normaler Sprachfluss, phonematisch/semantisch, Paraphrasien, Sprachverständnis nicht
    gut erhalten
  • Anamnestische Aphasie = Wortfindungsstörung
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Aplastisches Syndrom

Es handelt sich um eine Störung der Knochenmarksfunktion, die zu einer verminderten Produktion von Erythrozyten, Granulozyten und Thrombozyten führt. Dabei wird die pluripotente Stammzelle geschädigt. Die Krankheit verläuft meist montae bis jahrelang, kann jedoch besonders bei toxischen Ursachen und Infektionskrankheiten akut verlaufen und innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen.

Es gibt eine Vielzahl von Ursachen , die zum aplastischen Syndrom führen können:

  • toxisch bedingt: durch Medikamente, Chemikalien
    Infektionskrankheiten(TbC, Hepatitis)
  • immunologische Erkrankungen(Lupus)
  • Knochenmarksmetastasen, -tumore
  • ideopathisch
  • angeboren
     

Symptome:

  • Neigung zu Infektionen(durch Granulozytenmangel)
  • Tachykardie(durch Mangel an Erythrozyten)
  • Blässe von Haut und Schleimhaut(durch Mangel an Erythrozyten)
  • Dyspnoe und Leistungsschwäche(durch Mangel an Erythrozyten)
  • Blutungsneigung durch Mangel anThrombozyten
     
Therapie: Schulmedizinisch wird die Blutbildung mit verschiedenen Stoffen stimuliert, manchmal auch Knochenmarkstransplantation. Die Letalität ist jedoch sehr hoch (50%)
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Apoplexie

 Bei der Apoplexie handelt es sich um den Schlaganfall, der entweder durch eine Blutung oder ein Infarkt ausgelöst wird. Die Ausprägung des Schlaganfalls kann von nur wenig Symptomen, die kaum bemerkt werden, bis hin zum plötzlichen Tod reichen.

Risikofaktoren einer Apoplexie sind Hypertonie, Arteriossklerose und Diabetes mellitus.

Symptome:

  • Hirnblutung: Durch eine Gefässruptur(meist in der Capsula interna) kommt es zur Zerstörung einer Hirnregion. Es kommt zu plötzlichen, starken Kopfschmerzen, Gesicht ist rot und gedunsen und es setzt Bewusstlosigkeit ein. Die Muskeln sind völlig atonisch und Reflexe fehlen. 50% der Personen versterben innerhalb der nächsten Tage. Bei den anderen 50% bleiben schlaffe Lähmungen mit Senisbilitätsverlust.
  • Hirninfarkt: Durch einen teilweisen oder kompletten Gefässverschluss kommt es zum Untergang des nachfolgenden Gewebes. Je nach Grösse und Geschwindigkeit des Verschlusses kommt es zu unterschiedlich starken Symptomen. Bei einem grösseren Infarkt kommt es zu Bewusstlosigkeit und Lähmung bestimmter Körperteile. Bei einem kleinen Infarkt können nur die Lähmungen auftreten und es kann zu Sprach, Schluck oder Kaustörungen kommen. Der Patient wirkt aber ansonsten nicht krank.


Vorboten von Hirninfarkten sind TIA und PRIND:

  • TIA(Transitorische ischämische Attacke): hier kommt es zu einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns mit eventuellen Ausfallerscheinungen und Bewusstlosigkeit, die sich aber innerhalb 24 Stunden zurückbilden
  • PRIND(Prolongiertes Ischämisches neurologisches Defizit): Von Prind spricht man bei neurologischen Ausfallerscheinungen aufgrund eines Hirninfarktes, die aich aber auch wider zurückbilden.

    Treten TIA's oder PRIND's auf, so folgt innerhalb der nächsten Tagen oder Wochen meist ein Hirninfarkt.
     

Therapie: Krankenhauseinweisung notwendig.
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Arginin

 Die Aminosäure Arginin hilft bei Bluthochdruck, beschleunigt die Wundheilung und hilft bei der Insulinproduktion. Es ist wichtig für eine gute Glucosetoleranz. Mangelerscheinungen sind Übergewicht, Unfruchtbarkeit und vorzeitiges Altern .

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Arnika
 Arnika
Lateinisch Anicae montana
Familie Asteraceae/Korbblütler
Wirkstoffgruppe Flavonoid-Droge
Vorkommen heimisch im subalpinen und alpinen Europa
Indikation Durchblutungsstörungen
  Hämrrhoiden
  Rachen und Kehlkopferkrankungen
  degenerative Gefässerkrankungen
  Arteriossklerose
  chron. Pharyngitis
  äusserlich bei Blutergüssen, Verstauchungen, schlecht heilenden Wunden
Wirkung anregend
  gefässstärkend
  durchblutungsfördernd
  entzündungswidrig
  wundheilend
  wundantiseptisch
Inhaltsstoffe ätherisches Öl, Cholin
Kontraindikation keine bekannt, innerliche Anwendung nicht empfohlen

Arnika kommt bei uns vor allem in bergigen Regionen vor. Sie wächst dort bis auf ca. 3000 Meter Höhe und man findet sie meist an Windbruchstellen oder anderen "Verletzungsorten" der natürlichen Oberfläche.

Und Arnika gilt ja auch als das Verletzungsmittel schlechthin. In der Homöopathie wird es meist bei Verletzungen, Verstauchungen,Verrenkungen gegeben. Es verhindert die Bildung grosser Hämatome(Blutergüsse) bzw. lässt diese schneller abheilen.

Zur äusseren Anwendung eignet sich vor allem die Arnikatinktur. Diese lässt auch sehr gut selbst herstellen. Man nimmt dazu frisch gesammelte Arnikablüten und gibt diese in ein mit 30-40%igem Alkohol gefülltes Glas und lässt dieses eine Woche an der Sonne ziehen. Die Tinktur wird dann durch ein Sieb gefiltert und in einer verschlossenen Flasche aufbewahrt. Diese Tinktur sollte jedoch nur bei verschlossenen Wunden angewandt werden, zur Wunddesinfektion nimmt man besser Calendulatinktur, die man genauso zubereitet.

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Arthralgia
Arthralgia (from Greek arthro-, joint + -algos, pain) literally means joint pain.
Arthralgie

Unter einer Arthralgie (griech. Arthro für „Gelenk“, -algie für „Schmerz“) versteht man Gelenkschmerzen unterschiedlichster Pathogenese. Diese Schmerzen können z. B. bei einer Arthritis auftreten, aber auch bei Traumata wie Prellungen oder Verrenkungen oder bei verschiedenen Allgemeinerkrankungen wie der Gicht, Grippe, Windpocken, Masern oder Röteln.

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Arthralgien

Unter einer Arthralgie (griech. Arthro für „Gelenk“, -algie für „Schmerz“) versteht man Gelenkschmerzen unterschiedlichster Pathogenese. Diese Schmerzen können z. B. bei einer Arthritis auftreten, aber auch bei Traumata wie Prellungen oder Verrenkungen oder bei verschiedenen Allgemeinerkrankungen wie der Gicht, Grippe, Windpocken, Masern oder Röteln.

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Arthritis

Unter Arthritis versteht man eine entzündliche Gelenkerkrankungen. Die Ursachen sind äusserst vielfältig und machen eine Behandlung oft schwierig.

Ursachen:

  • Infektiöse Arthritis durch Bakterien oder Viren
  • nach einer Infektion , jedoch ohne Erregernachweis
  • Rheuma
  • Arthritis bei Bindegewebserkrankungen
  • durch Allergien
  • durch Medikamente, Impfungen
  • bei Stoffwechselstörungen
  • durch Blutgerinnungsstörungen
  • nach Unfällen
  • bei Neuropathien

Hier sind bei weitem noch nicht alle Ursachen für eine Gelenkentzündung aufgezählt. Man sieht aber, dass eine Arthritis die unterschiedlichsten Ursachen haben kann, welche dann auch wesentlich die Therapie beeinflussen.

Symptome:

  • Schwellung
  • Schmerzen
  • Überwärmung
  • Rötung
  • sind die typischen Symptome. Diese treten im allgemeinen bei jeder Entzündung im Körper auf. Bei einem chronischen Verlauf kann es später sogar zu Zerstörungen, Fehlstellungen der Gelenke kommen.

 

Therapie: Wichtig ist eine Behandlung der Grundkrankheit, da die Arthritis meist Folge eines schon bestehenden Problems ist. Die alleinige Behandlung der Arthritis führt hier nicht zum Ziel, da die Ursache nicht angegangen wird. Besonders gut hat sich hier die Homöopathie bewährt, da diese den Menschen im Ganzen behandelt und nicht einzelne Symptome therapiert. Unterstützend wirken ferner Enzymtherapie zur Dämpfung der Entzündung und verschiedene Wasseranwendungen (Balneotherapie)

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Arthrose

 Entsprechend der Lokalisation spricht man von Fingerpolyarthrose, Coxarthrose, Gonarthrose u. a.

Es handelt sich im engeren Sinne um degenerativen Erkrankungen der Gelenke, die im Alter stark zunehmen.

Symptome: Es kommt zum Anlaufschmerz aber auch Ermüdungsschmerz und  Anschwellen der betroffenen Gelenke (oft mit Ergußbildung). Nicht zu verwechseln mit rheumatoider Arthritis.Eine Sonderform ist die Fingerpolyarthrose, die isoliert die Fingerend- (Typ Heberden) und/oder–mittelgelenke (Typ Bouchard) und die Daumensattelgelenke (Rhizarthrose) befällt.

Diagnose: Im Röntgenbefund sieht man Gelenkspaltverschmälerung, Resorptions- und Geröllzysten sowie Sklerosierung und osteophytäre Knochenneubildung, Entzündungsparameter lassen sich nur bei aktivierter Arthrose(Arthritis) nachweisen.

Therapie: Die Schulmedizin behandelt  medikamentös  mit Analgetika, nichtsteroidale Antirheumatika und  physikalischer Therapie.

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Artischoke
Artischoken Blüte 

Lateinisch

Cynareae scolymos
Familie Asteraceae/ Korbblütler
Wirkstoffgruppe Bitterstoff-Droge
Vorkommen Südeuropa, Mittelmeerländer
Indikation dyspeptische Beschwerden
  Leber/Gallenerkrankungen
Wirkung choleretisch
  cholagog
Inhaltsstoffe Bitterstoffe, Flavonoide, Cynarin
Kontraindikation keine bekannt

Der lateinische Name kynara war in der Antike der gebräuchliche name für alle stacheligen Pflanzen.Die Pflanze ist eine kräftige, bis 2 Meter hohe distelähnliche Pflanze mit grossen, an der Unterseite behaarten Blättern. Die neuen Sorten haben meist keine Stacheln mehr. Sie tragen grosse Blütenköpfe mit violetten Röhrenblüten. Ursprünglich aus Äthiopien kommend, ist die Artischoke heute in ganz Süd und Südwesteuropa verbreitet.

Geschichte: Schon im 4 Jhr. V. Chr. galt die Artischocke als bekanntes Nahrungsund Heilmittel. Die Römer aßen sie gerne zu ihren Trinkgelagen, um die Folgen des Alkoholes auf die Leber zu mindern.

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arznei-telegramm

Das arznei-telegramm ist ein pharmaunabhängiger Informationsdienst für Ärzte, Apotheker und andere Heilberufe.

Eine  monatlich erscheinende Ausgabe unterrichtet neutral und unabhängig über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.

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