Glossar
| Begriff | Definition | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Azotämie | Als Azotämie (von griech. azoton (Stickstoff) und haima (Blut)) bezeichnet man die abnorme Vermehrung von stickstoffhaltigen Endprodukten des Proteinstoffwechsels (Reststickstoff) im Blut. Hauptsächlich handelt es sich dabei um einen Anstieg von Harnstoff und Kreatinin, aber auch Harnsäure, Phenole, Guanidin und Amine sind erhöht. Ursachen: Kommt bei Urämie vor als Retentionsazotämie oder bei erhöhtem Proteinabbau, wie nach Verbrennungen, Strahlentherapie (so genannte Produktionsazotämie) Als hypochlorämische Azotämie wird eine Exsikkose bei gleichzeitigem Mangel an Blutsalzen bezeichnet, wie dies bei schweren Brechdurchfällen, einem diabetischen Koma oder einer Addison-Krise auftreten kann.
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| BAG |
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist eine staatliche Behörde zur Gesundheitsförderung in der Schweiz und ist Teil des Eidgenössischen Departements des Innern.Als Gesundheitsbehörde unterliegt ihr auch das Thema Epidemien und Infektionskrankheiten.
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| Baldrian |
Der lateinische Name Valeriana kommt von Valere= gesund sein. Den Namen Katzenkraut hat es unzweifelhaft von seiner Wirkung auf Katzen, die diesen Duft sehr mögen. Die Pflanze wird bis 1,5 m hoch, hat gefiederte Blätter und weiß bis rosa farbene Blüten in Doldenform. Heimisch ist der Baldrian überall in Europa und Asien. Er kommt vor allem auf feuchten Wiesen und in Waldgebieten vor. Geschichte: Bereits bei den Römern und Griechen war der Baldrian als krampflösendes Mittel bekannt Im Mittelalter wurde es zur Vertreibung von Hexen und zum Ausräuchern des Teufels verwendet. Auch als Mittel gegen die Pest war es ein hochgeschätztes Mittel. Seine beruhigende Wirkung erforschte man erst im 18. Jahrhundert. Anwendung: Heute ist Baldrian vor allem als Beruhigungsmittel und Mittel zum besseren Einschlafen bekannt. Als Beruhigungsmittel täglich 3-25 Tropfen Tinktur auf ein Glas Wasser.
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| Ballaststoffe | Ballaststoffe sind Stoffe, die vom Verdauungssystem nicht verdaut werden können. Es handelt sich um Kohlenhydrate(wie.z.B. Zellulose, Pektin,...) die in Pflanzenzellen vorkommen, und diesen als stabilisierende und stützende Elemente dienen.
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| Barbarakraut |
Das Barbarakraut wächst vor allen an Kies- und Sandbäncken von Flüssen und anderen feuchten und nährstoffreichen Plätzen. Die Blätter enthalten sehr viel Vitamin C und können frisch als Salat verzehrt werden. Die Samen können zerstossen werden und dienen in Wein angesetzt als harntreibendes Mittel.
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| Bärentraube |
Traditionell setzt man den Tee ein, den man der besseren Wirkung wegen auch mit Hagebutten, Knöterich oder Taubnessel mischen kann. Die Heilwirkung ist jedoch nicht wie anzunehmen wäre, in den Früchten, sondern in den Blättern enthalten. Erst im alkalischen Harn über einem ph-Wer von 8 werden Arbutin und Methylarbutin in Zucker und Hydrochinon umgewandelt. Hydrochinon wiederum wirkt stark bakterizid.
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| Bärlapp (Lycopodium clavatum) | Lycopodium ist eine sehr zierliche Pflanze, die man leicht übersieht. Sie gehört zu den Mossarten und wächst am Boden schattiger Bergwälder. Man kann kaum glauben, dass Lycopodium vor 300 Mio. Jahren noch ein riesiger Baum war. Traditionell wird die Pflanze gerne bei Krämpfen und Krampfadern eingesetzt, heute wird die Pflanze jedoch hauptsächlich in der Homöopathie angewendet, in der sie ein sehr wichtiges Mittel darstellt.
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| Barrter-Syndrom |
Es handelt sich um eine autosomal-rezessiv vererbte Störung des Tubulusapparates der Nieren, die zu einem Kaliumverlust führt. Die Krankheit kommt jedoch sehr selten vor.
Symptome(schon im Säuglingsalter):
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| Basaliom |
Beim Basaliom handelt es sich um einen Hautkrebs, der vorzugsweise im Gesicht oder der behaarten Kopfhaut auftritt. Das Basaliom wächst sehr langsam und setzt auch keine Metastasen.
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| Baunscheidtieren |
Baunscheidtieren gehört zu den Ausleitungsverfahren und wurde von Carl Baunscheidt im 19 Jahrhundert erfunden. Hierbei werden mit einem speziellem Gerät (Stichelapparat) kleine Stiche in die Haut(1-2 mm tief) gesetzt und diese dann mit einem Reizöl eingerieben. Dieses Öl erzeugt auf der Haut kleine gefüllte Bläschen mit Wasser oder Eiter. Die Haut wird ausserdem rot und entzündet sich leicht. Diese äussere Entzündung zieht eine innere Entzündung oder krankhaften Vorgang an die Oberfläche und kann damit abgeleitet werden. Da die Haut über Nervenbahnen mit inneren Organen in Verbindung steht, kann mit Hilfe des Baunscheidtverfahrens auf innere Organe ein positiver Einfluss genommen werden. Die Blasen trockenen nach wenigen Tagen ein und fallen dann von selbst ab.
Indikation: Rheuma, Entzündungen, Gicht. Vor allem chronische Entzündungen reagieren sehr gut auf das Baunscheidtieren.
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| BCG | Das Bacille Calmette-Guérin (BCG) ist ein von den Franzosen Albert Calmette und Camille Guérin Anfang des 20. Jahrhunderts aus Rindertuberkelbazillen entwickelter abgeschwächter (attenuierter) Impfstoff gegen Tuberkulose.
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| Beifuss gemeiner | |
| Familie: | Compositae(Korbblütler) |
| Inhaltsstoffe: | Ätherisches Öl(Cineol), Gerbstoffe, Inulin, Schleim |
| Medizine Eigenschaften: | fiebersenkend, krampflösend, menstruationsregulierend, wurmtreibend |
Der Beifuss ist in Mitteleuropa ein weit verbreitete Pflanze. Man findet ihn überall an Wegen , Flussufern und Bahndämmen. Er ist mit dem Wermut verwandt.
Die Heilpflanze wird schon seit dem Altertum verwendet. Damals glaubte man, die Pflanze würde vor Müdigkeit schützen, wenn man sie um den Fuss tragen würde. Im Mittelalter galt er als probates Mittel bei Hysterie und Krampfleiden und wurde deshalb bei Frauenkrankheiten gerne eingesetzt.
Dem Cineol wird eine wurmtreibende Wirkung zugesprochen.
| Lateinische Droge | Symphytum officinalis |
| Familie | Boraginaceae/Boretschgewächse |
| Wirkstoffgruppe | Alkaloid Droge |
| Vorkommen | Europa, Asien, Amerika |
| Indikation | Prellung, Zerrung, Verstauchung |
| Scuppenflechte | |
| schlecht heilende Wunden an Beinen | |
| Unterschenkelgeschwüre | |
| Wirkung | Wundsekrete auflösend |
| heilfördernd | |
| reizmildernd | |
| antiphlogistisch | |
| adstringierend | |
| Inhaltsstoffe | Schleimstoffe, Gerbstoffe, Allantoin, Alkaloide |
| Kontraindikation | Schwangerschaft |
| Beinwell ist ein bis zu 80 cm hohes, sehr buschiges Gewächs mit weissen oder roten Blüten. Der wirksame Teil der Pflanze ist die Wurzel, die auch heute noch sehr gerne bei Knochenbrüchen und anderen Verletzungen der Knochen eingesetzt wird.Schon die Römer verwendeten Symphitum, indem sie es auf Knochenbrüche auflegten und damit die Heilung beschleunigten. Der altdeutsche Name Beinwell verrät schon die gute Wirkung dieser Heilpflanze. Neben Frischpflanzensalben und Tinkturen wird Symphitum auch in der Homöopathie mit der gleichen Indikation gerne verwendet. |
| Lateinisch | Benedicti herba, Cnicus benedictus |
| Familie | Compositae/ Korbblütler |
| Wirkstoffgruppe | Bitterstoff-Droge |
| Vorkommen | Mittelmeerraum |
| Indikation | Magen-Darmerkrankungen |
| Appetitlosigkeit | |
| Wirkung | harntreibend |
| antiseptisch | |
| fiebersenkend | |
| Inhaltsstoffe | Bitterstoffe, ätherisches Öl, Schleim, Gerbstoffe |
| Kontraindikation | vorgegebene Dosierung nicht überschreiten |
Das Benediktenkraut hat seinen Namen von den Benediktinernmönchen, das diese im Mittelalter oft bei der Pest einsetzten. daneben wurde es aber gegen eine ganze Reihe anderer Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. Aufgrund seiner bitteren Wirkung galt es als bekanntes Mittel bei Magen-Darm-Erkrankungen.
| Lateinisch | Berberis fructum, Berberis vulgaris |
| Familie | Berberidaceae/Sauerdorngewächse |
| Wirkstoffgruppe | Alkaloid-Droge |
| Vorkommen | Europa |
| Indikation | Nierenfunktionsschwäche |
| Hypertonie | |
| Fieber | |
| Ikterus | |
| Wirkung | harntreibend |
| fiebersenkend | |
| adstringierend | |
| cholagog | |
| Inhaltsstoffe | Alkaloide, Bitterstoffe |
| Kontraindikation | keine bekannt |
Anmerkung: häufiger als die Früchte verwendet man die Rinde der Berberitze, Berberidis cortex, die gallenflussanregend, entzündungshemmend und stoffwechselanregend wirkt Die Berberitze findet man heute überall in Europa. Es handelt sich um einen Busch mit kleinen roten Früchten, welche ein leicht säuerlichen Geschmack haben. Die Früchte sind essbar und können als Marmelade oder Gelee verarbeitet werden. |





