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Windpocken - der unterschätzte Killer?

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von Dr. med. Steffen Rabe (http://www.impf-info.de/Seiten/AktWipo.html)

Seit Juli 2004 empfiehlt die STIKO in der neuesten Fassung ihrer Impfempfehlungen nun auch die Windpockenimpfung für alle Kinder zwischen 11 und 14 Monate sowie die Nachimpfung aller älteren Kinder, die bisher nicht an Windpocken erkrankten - dies ist eine klare Abkehr von der bisherigen Strategie, lediglich Risikopatienten (z. B. im Rahmen immunsupprimierender Erkrankungen oder Therapien) impfen zu lassen.

Grundlage dieser Strategieänderung ist offenbar eine Untersuchung, die im Auftrag des Windpocken-Impfstoffherstellers GlaxoSmithKline (!) durchgeführt wurde und die auf der Grundlage einer ungewöhnlichen Methodik ebenso ungewöhnliche Zahlen produzierte: so wurden knapp 300 Arztpraxen telephonisch rückblickend über beobachtete Windpockenfälle befragt (Gesamtzahl 1134) und aus den gemeldeten 76 Komplikationen eine hieraus eine Komplikationsrate von 5,7% errechnet. Allerdings litten 90 der erfassten Patienten (8%) an Immundefekten, (wodurch rein theoretisch die Komplikationen allein in dieser Gruppe aufgetreten sein könnten...) und mit in diesem Zusammenhang 13 erfassten Mittelohrentzündungen und 12 erfassten Bronchitisfällen entfallen 25 (33% der Komplikationen!) auf Erkrankungen, die üblicherweise nicht als typische Komplikationen von Windpocken gelten (mit diesen also wahrscheinlich nichts zu tun hatten...).

Völlig unberücksichtigt bleibt bei dieser Form der Datenerhebung die Tatsache, dass z. B. in einer Familie mit mehreren Kindern in Ermangelung einer effektiven geschweige denn individualisierten schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeit kaum wegen jedes einzelnen eine ärztliche Konsultation erfolgt. Obwohl kein Todesfall in dieser Beobachtungsphase auftrat, kommt diese Arbeitsgruppe dann zu der Schlussfolgerung, dass in Deutschland pro Jahr mit mindestens 20 Todesfällen als Komplikationen von Windpocken zu rechnen sei (Wutzler 2002).

Dies steht in krassem Widerspruch zu allen bisherigen (weitgehend pharmaunabhängig gewonnenen) Erkenntnissen und Untersuchungen zu Windpocken und ihren Komplikationen:

  • So errechnet die ESPED (Erhebungseinheit für seltene pädiatrische Erkrankungen in Deutschland) in einer Untersuchung von 1997 für immunkompetente Kinder bis 16 Jahren eine Häufigkeit von Komplikationen, die eine stationäre Behandlung erforderlich machten von weniger als 1 pro 100.000 Kinder und Jahr, bleibende Folgeschäden wurden in dieser Untersuchung bei 6 Kindern festgestellt, Todesfälle wurden keine berichtet (Ziebold 2001).
  • Laut Statistischem Bundesamt (www.gbe-bund.de) verstarben von 1998 bis 2002 pro Jahr im Durchschnitt weniger als 6 Personen in Deutschland an Windpocken, weniger als ein Drittel davon waren Kinder unter 15 Jahren.
  • Dies deckt sich mit der einschlägigen pädiatrischen Fachliteratur, derzufolge Windpockenkomplikationen im wesentlichen immungeschwächte Patienten oder nicht-immune Schwangere bzw. deren Kinder bedrohen, für die Mehrzahl der immunologischen Normalbevölkerung im Kindesalter jedoch in der Regel komplikationslos verlaufen.

Die Argumentation für die Impfung mit dem Verhindern angenommener Komplikationen von Windpocken krankt darüber hinaus auch daran, dass - trotz nachweisbarer Reduktion der Erkrankungszahlen - eine Verminderung z. B. der notwendigen stationären Behandlungen von Windpocken(komplikationen) bisher in mehreren Studien nicht nachgewiesen werden konnte (Sewar 2002, Galil 2002, Ratner 2002). Lediglich ein Rückgang windpockenassoziierter Streptokokken-Hautinfektionen konnte nachgewiesen werden - bei allerdings insgesamt unveränderter Häufigkeit dieser Erkrankung (Patel 2004).

Da die Windpockenimpfung nicht vollständig schützt, kommt es zum einen auch in Kindergärten/Schulen mit hoher Durchimpfung häufig zu Windpockenausbrüchen (Lee 2004, Tugwell 2004, Galil 2002), zum anderen fürchten Epidemiologen zunehmend ein Ansteigen späterer Fälle von Gürtelrose (Herpes zoster) im Erwachsenenalter als Wiederaufflammen der Erkrankung bei nachlassender (Impf-)Immunität (Goldmann 2004).

Auch der von den Impfstoffherstellern postulierte ökonomische Nutzen (u. a. der Wegfall von Pflegetagen für windpockenkranke Kinder) der Impfung basiert auf den oben genannten höchst fragwürdigen Zahlen und darüber hinaus auf einer angenommenen Durchimpfungsrate von mindestens 85% - diese wird jedoch selbst in den USA, die seit 1995 flächendeckend gegen Varizellen impfen nur in den Staaten erreicht, wo der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen an die Impfung gebunden ist, in den anderen Bundesstaaten liegt die Rate bei ca. 70%.

Zusammenfassend fällt es angesichts des heutigen Standes unvereingenommener Kenntnis über Windpocken und ihr Komplikationsrisiko schwer, die Strategieänderung der STIKO weg von der gezielten Impfung von Risikopatienten hin zu einer allgemein empfohlenen Impfung nachzuvollziehen. Wieder einmal fällt das zeitliche Zusammenfallen von Markteinführung eines Impfstoffes und dazu passender Impfempfehlung der STIKO auf und wieder einmal wird der Ruf laut nach der Deklaration eventueller Interessenskonflikte bei medizinischen Veröffentlichungen, vor allem bei solchen mit Leitliniencharakter wie der STIKO-Empfehlungen...

Arzneitelegramm 2004; 35; 80-81

Arzneitelegramm 2004; 35; 92-93

Galil, K: Pediatr. Infect. Dis. J 2002; 21:931-4

Galil, K: N. Engl. J. Med. 2002; 347:1909-15

Goldman, G: Vaccine 2004 (in press)

Lee, B: J. Infect. Dis. 2004; 190: 477-83

Patel, R: J. Pediatr. 2004; 144: 68 - 74

Ratner, A: Pediatr Infect. Dis. J. 2002; 21: 927-30

Seward, J. :JAMA 2002; 287: 606-11

Tugwell, B: Pediatrics 2004; 113: 455-9

Wutzler, P: Dt. Ärzteblatt, 2002; 99; A1024-9

Ziebold, C.: Pediatrics 2001; 108; E79; http://www.pediatrics.org/cgi/content/full/108/5/e79

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Andreas Bachmair

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