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Masernimpfung und SSPE

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SSPE ist eine persistierende Maserninfektion des zentralen Nervensystems; im Nervengewebe finden sich Infiltrate mit B- und T-Lymphozyten sowie Masernviren, die typische Mutationen aufweisen. Im Blut der Erkrankten lassen sich exzessiv hohe Antikörpertiter gegen Masernviren nachweisen. Die Krankheit verläuft in aller Regel letal.

Nach US-amerikanischen Zahlen hat sich das Risiko der SSPE nach Einführung der Masernimpfung etwa verzehnfacht, vermutlich auf Grund von relativ mehr Masernerkrankungen in der ganz frühen Kindheit (William J. Bellini,1 Jennifer S. Rota,1 Luis E. Lowe,1 Russell S. Katz,1 Paul R. Dyken,3 Sherif R. Zaki,2 Wun-Ju Shieh,2 and Paul A. RotaSubacute Sclerosing Panencephalitis: More Cases of This Fatal Disease Are Prevented by Measles Immunization than Was Previously Recognized, The Journal of Infectious Diseases 2005;192:1686-1693)
Dies würde auch in der Tendenz den Zahlen von Arenz aus der Kinderärztlichen Praxis entsprechen, die jedoch etwas überzogen scheinen.



Triggerfaktoren sind jedoch offensichtlich den Masern vorausgehende Infekte mit Viren, die die Reifung der dendritischen Zellen und deren Fähigkeit zur Antigenpräsentation supprimieren. So erkranken Mäuse an SSPE, wenn sie 10 Tage vor der Maserninfektion mit dem Lymphozytischen Chorionmeningitis Virus CL13 infiziert werden (Oldstone MB, Dales S, Tishon A, Lewicki H, Martin L.A role for dual viral hits in causation of subacute sclerosing panencephalitis., J Exp Med. 2005 Nov 7;202(9):1185-90. Epub 2005 Oct 31.)
Auch RS-Viren und das Masernvirus selbst können die Funktion der dendritischen Zellen stören und das Immunsystem im zellulären (TH1-)Bereich supprimieren (Schlender J, Hornung V, Finke S, Gunthner-Biller M, Marozin S, Brzozka K, Moghim S, Endres S, Hartmann G, Conzelmann KK, Inhibition of toll-like receptor 7- and 9-mediated alpha/beta interferon production in human plasmacytoid dendritic cells by respiratory syncytial virus and measles virus, J Virol. 2005 May;79(9):5507-15).


Dies gilt auch für die Masern-Impfviren, auf die zumindest ein kleinerer Teil der Geimpften mit einer anhaltenden Verschiebung ("skewing") in Richtung TH2 reagiert. Das Ausbleiben einer spezifischen zellulären Immunantwort kann bei ihnen ein primäres oder sekundäres Impfversagen zur Folge haben. Inwieweit dies bei der MMR-Impfung durch die Mumps- oder Rötelnimpfviren begünstigt wird, ist nicht geklärt (Dhiman N, Ovsyannikova IG, Ryan JE, Jacobson RM, Vierkant RA, Pankratz VS, Jacobsen SJ, Poland GA., Correlations among measles virus-specific antibody, lymphoproliferation and Th1/Th2 cytokine responses following measles-mumps-rubella-II (MMR-II) vaccination, Clin Exp Immunol. 2005 Dec;142(3):498-504.)


Wakefield und Kollegen postulieren für ihre "autistische Enterocolitis" nach der MMR-Impfung einen ähnlichen Mechanismus wie bei der SSPE. Kinder mit autistischer Enterocolitis weisen ein nach TH2 "verdrehtes" Immunsystem auf, mit der Konsequenz, dass das Masernvirus im ZNS und in der Darmmukosa persitiert. Bei den Betroffenen lassen sich Impfviren in Darmwand, Lymphozyten und Liquor nachweisen, darüber hinaus exzessiv erhöhte Masern-Impfantikörper im Serum und Liquor.


Damit stellt sich für mich die Frage, ob die „autistische Enterocolitis“ nicht eine Art SSPE mit einem abgeschwächten (Impf)virus darstellt. Eine Dysbalance des TH1/TH2-Systems scheint eine Voraussetzung für beide ZNS-Erkrankungen zu sein. Mögliche Ursachen für diese Dysbalance sind Quecksilber (Thiomersal) und Impfungen in den ersten Lebensmonaten.


“At the level of the immune response, the newborn tends towards a TH2 response to pathogens and gradually shifts towards a TH1 response with age. If this transition does not take place appropriately, the infant is likely to be at greater risk of mounting aberrant immune responses in later life, as seen in patients with allergies. Given that, under normal circumstances the age of this transition will be different for different children, it seems inevitable that a ubiquitous viral exposure of all 15-month-old children could induce an immune response that is consistent with the individual dynamics of this TH2-TH1 transition.” (Wakefield AJ, and Montgomery SM. Autism, viral infection, measles-mumps-rubella vaccination. Israeli Med Ass J 1999;1:183-187 ).



Bei der Überlegung, ab welchem Zeitpunkt die Masernimpfung weniger riskant ist, müssen wir uns daher fragen, wann das Immunsystem im TH1-TH2-Bereich ausreichend stabil ist. Das Erreichen einer stabilen Balance scheint von Kind zu Kind sehr unterschiedlich zu sein, ist aber nach im Alter von drei bis fünf Jahren abgeschlossen (http://pressearchiv-kubitschek.www.de/pharma-presse/presseerklaerungen/texte/pharma_medikamente/alk_scherax/alk_scherax_140400.html ). Dies könnte ein Grund sein, in den ersten fünf Lebenjahren nicht Masern oder zumindest nicht MMR zu impfen.

In den USA und Finnland ist die SSPE zeitgleich mit dem Rückgang der Wildmasern extrem selten geworden.

 
 

Subklinische Masern kommen aber bekanntermaßen vor im ersten Lebensjahr bei noch vorhandenen mütterlichen Antikörpern ( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=10195680&query_hl=1 ). Gerade solche Fälle scheinen zu SSPE zu disponieren (und bei ihnen entdeckt man dann das Wildvirus im ZNS). Masernerkrankungen, die also ohne sichtbares Exanthem verlaufen, könnten demnach für die Entwicklung von SSPE einen ausschlaggebenden Faktor . Hier gelingt den Kindern anscheinend die Viruselimination nicht. Möglicherweise kann auch die Gabe von fiebersenkenden Mitteln die Viruselimination behindern.

 

SSPE kann jedoch auch bei geimpften Kindern auftreten, die keinen bekannten Wild-Masernkontakt hatten (Malik B, Sharma FJ, Bhardwaj AK, Sharma A.: Sub acute sclerosing pan encephalitis despite adequate vaccination, Australas Med J. 2012;5(7):359-61. doi: 10.4066/AMJ.2012.1262. ). Als Ursache wird ein nicht bekannter Kontakt mit Masernviren diskutiert (?)

 

Eine indische Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass auch die MMR Impfung SSPE auslösen kann.(Belgamwar RB, Prasad S, Appaya P.: Measles, mumps, rubella vaccine induced subacute sclerosing panencephalitis.J Indian Med Assoc. 1997 Nov;95(11):594.) Auch Halsey legt dar, dass es durch die Einführung der Masernimpfung zu einer Zunahme von Impfviren-bedingter SSPE Erkrankungen gekommen ist (Halsey N.:Risk of subacute sclerosing panencephalitis from measles vaccination.Pediatr Infect Dis J. 1990 Nov;9(11):857-8.)

 

In einer japanischen Untersuchung mit 215 SSPE Fällen waren 11 vermutlich durch die Masernimpfung verursacht. (Okuno Y, Nakao T, Ishida N, Konno T, Mizutani H, Fukuyama Y, Sato T, Isomura S, Ueda S, Kitamura I, et al.Incidence of subacute sclerosing panencephalitis following measles and measles vaccination in Japan.Int J Epidemiol. 1989 Sep;18(3):684-9.)

 

SSPE-Fälle durch Masern-Impfviren konnten bisher noch nicht bestätigt werden; bei Autopsien von maserngeimpften SSPE-Opfern fand man im ZNS regelmäßig Wildviren. Ob die Impfung trotz vorausgegangener Masern die SSPE triggert, ist unklar.

 

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Andreas Bachmair

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